Leichtathletik : Powell verbessert 100-Meter-Weltrekord

"So läuft man Weltrekord", erklärte Asafa Powell, nachdem er mit 9,77 Sekunden seinen 100-m-Weltrekord eingestellt und für die Topleistung des Grand Prix' in Gateshead gesorgt hatte.

Gateshead - Das Beste kam beim Super-Grand-Prix der Leichtathleten im britischen Gateshead zum Schluss: Asafa Powell aus Jamaika hat am Sonntag mit 9,77 Sekunden seinen 100-m-Weltrekord eingestellt und für die Topleistung gesorgt. 30 Tage nach Olympiasieger und Doppel-Weltmeister Justin Gatlin (USA), dessen Zeit vom 12. Mai in Doha/Katar wegen eines Fehlers bei der Zeitnahme auf 9,77 Sekunden nach oben korrigiert worden war, egalisierte auch der 23-jährige Powell bei 1,5 Meter/Sekunde Rückenwind seinen Weltrekord vom 14. Juni des Vorjahres in Athen. «Ich hatte gesagt, dass ich mein Bestes geben würde, und das war mein Bestes», jubelte der Jamaikaner.

In Richtung Gatlin, der dem Duell ferngeblieben war, fügte er triumphierend hinzu: «So läuft man Weltrekord.» Das Gigantenduell soll es nun am 28. Juli in London geben. Im Vorlauf hatte nichts auf diese Leistungsexplosion hingedeutet, Powell hatte sich bei starkem Gegenwind (2,7 m/Sek.) mit 10,35 Sekunden begnügt.

Außerdem gab es zwei Jahresweltbestleistungen durch Kugelstoßer Christian Cantwell (USA/22,45 m) und 800-m-Läuferin Janeth Jepkosgei (Kenia/1:57,22), die beide ihre eigenen Bestmarken verbesserten. Cantwell steigerte sich um 28 Zentimeter und siegte vor seinem Landsmann und Hallen-Weltmeister Reese Hoffa (21,76).

Die Erfurterin Claudia Marx hat über 400-m-Hürden als Dritte in der deutschen Jahresbestzeit von 56,06 Sekunden die EM-Norm um 6/100 Sekunden verpasst. Siegerin wurde die Britin Natasha Danvers-Smith in 54,85 Sekunden. Für Weitspringer Nils Winter (Leverkusen) reichten bescheidene 7,69 m nur zum sechsten Platz. Sprinter Sebastian Ernst (Wattenscheid) wurde über 100 m in 10,76 Sekunden Vorlauf-Letzter.

Über 400 m kam Athen-Olympiasiegerin Tonique Williams-Darling (Bahamas) auf 50,13 Sekunden. Schneller war in diesem Jahr bisher nur Sanya Richards (USA/49,82), die diesmal über 200 m in 22,25 Sekunden glänzte. In den Sprung-Wettbewerben ragte der WM-Zweite Brad Walker (USA) mit 5,85 m heraus, der im Fernduell fünf Zentimeter weniger sprang als Tim Lobinger am Vortag in Köln. Weitsprung-Olympiasiegerin Tatjana Lebedewa (Russland) verfehlte mit 6,95 m die Sieben-Meter- Marke knapp. (tso/dpa)

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