Leichtathletik-WM in Moskau : US-Läufer Symmonds widmet Medaille seinen homosexuellen Freunden

Wegen des Verbots von "Homosexuellen-Propaganda" steht Russland international in der Kritik. Jetzt hat sich ein Läufer aus den USA als erster Teilnehmer der Leichtathletik-WM in Moskau offen kritisch geäußert.

"Ich respektiere dieses Land, aber ich bin mit seinen Regeln nicht einverstanden". 800-Meter-Läufer Nick Symmonds. Foto: Reuters
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Aus Protest gegen den Druck auf Homosexuelle in Russland hat 800-Meter-Läufer Nick Symmonds seine Silbermedaille bei der Leichtathletik-WM in Moskau seinen schwulen und lesbischen Freunden gewidmet. „Egal ob du schwul, hetero, schwarz oder weiß bist: Wir alle verdienen dieselben Rechte“, sagte der US-Amerikaner. Er ist damit der erste Athlet, der das international umstrittene Verbot von „Homosexuellen-Propaganda“ in Russland offen kritisiert.

Das von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichnete Gesetz verbietet, im Beisein von Minderjährigen positiv über Homosexualität zu sprechen. Im Westen waren deshalb Forderungen nach einem Boykott der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi laut geworden. „Ich respektiere dieses Land“, sagte Symmonds der staatlichen russischen Agentur R-Sport über das größte Land der Erde. „Aber ich bin mit seinen Regeln nicht einverstanden.“ Bei Twitter erhielt der Sportler am Mittwoch viel Lob für seine Äußerungen. (dpa)

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