Leichtathletik-WM : Optimistischer Blick nach 2009

Im April 2008 beginnt der Kartenvorverkauf für die Leichtathletik-WM im Berliner Olympiastadion. Die Organisatoren sind mit den Vorbereitungen für 2009 zufrieden. Sportlich blicken sie zuversichtlich auf die Wettkämpfe. Doch sie müssen auch ein ökonomischer Erfolg werden.

BerlinDie Vorbereitungen auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin laufen auf vollen Touren. "Wir liegen gut im Soll", erklärte Frank Hensel, der Generalsekretär des Deutschen Leichtathletik-Verbandes DLV und gleichzeitig Geschäftsführer des Berliner  Organisations-Komitees, nach seiner Rückkehr von Gesprächen mit den Verantwortlichen des Internationalen Verbandes IAAF aus Monte Carlo. "Nicht nur der von uns vorgeschlagene Zeitplan wurde abgesegnet, sondern auch der Termin für den Kartenvorverkauf. Er soll am 2. April beginnen, genau 500 Tage vor Eröffnung der Titelkämpfe."

Für die 14 Veranstaltungs-Segmente der 12. Welttitelkämpfe vom 15. und 23. August 2009 steht jeweils nur ein Kontingent von jeweils
53.000 Plätzen zur Verfügung. Der Rest des 70.000 Besucher fassenden Olympiastadions wird für die Journalisten, die rund zweitausend Teilnehmer, Funktionäre, Sponsoren und VIPs gebraucht, außerdem für eine noch einzurichtende Mixed-Zone und Kamera-Stellflächen. Es gibt insgesamt fünf Vormittagsblöcke von 10 bis 13 Uhr sowie neun Abendveranstaltungen (18 - 22 Uhr), in denen sämtliche Entscheidungen fallen.

ARD und ZDF berichten abwechselnd von den Wettkämpfen

"In Sachen Vermarktung sind wir nach Berücksichtigung aller IAAF-Rechte auch einen Schritt vorangekommen, so dass wir demnächst die ersten Vertragsabschlüsse verkünden können", sagte Hensel. "Wir müssen alles daran setzen, dass diese WM auch wirtschaftlich zu einem Erfolg wird." Allein aus den Zuschauereinnahmen werden zur Refinanzierung rund 15 Millionen Euro erwartet. Klarheit besteht auch darüber, dass ausschließlich ARD und ZDF im Wechsel von den Wettkämpfen berichten.

Der WM-Zeitplan ist so ausgerichtet, dass an jedem Tag berechtigte Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden eines deutschen Athleten gegeben ist. Nach den fünf Medaillen bei der WM 2005 in Helsinki und sieben Medaillen 2007 in Osaka wären dem "Gesetz der Serie" folgend neun im Jahre 2009 fällig, was für Hensel gar nicht als utopisch gilt. "Bei uns greifen nicht nur die nach dem schwachen Abschneiden bei den Olympischen Spielen in Athen eingeleiteten Strukturen, sondern der Heimvorteil hat bei vielen große Emotionen geweckt. Manchmal habe ich das Empfinden, dass für ein Großteil unserer Athleten Berlin wichtiger sei als die Spiele in Peking."

Die WM-Generalprobe für Kampfrichter und Ausrichter werden die deutschen Jugendmeisterschaften 2008 sein, während für die  Athleten beim ISTAF, das in den nächsten beiden Jahren bereits im Juni stattfindet, die Möglichkeit besteht, sich mit den Bedingungen und den Anlagen vertraut zu machen. Hensel: "Die blaue Bahn hat sich bereits jetzt zu einem besonderen Markenzeichen Berlins entwickelt."  (ctr/dpa)

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