Sport : Leichte Fahrt für Opel in der DTM

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Berlin Am Gesichtsausdruck von Heinz-Harald Frentzen zu erkennen, wie zufrieden er gerade ist, fällt schwer. Nachdem der ehemalige Formel-1-Fahrer aus Mönchengladbach aber beim Auftaktrennen zum Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Hockenheimring früh ausgeschieden war, versteinerte sich selbst seine sonst freundliche Miene. Die Niederlage für Frentzen war zugleich auch eine für sein Opel-Team, das sich in dieser Saison besonders viel vorgenommen hat. Seit über zwei Jahren bereits sind die Rüsselsheimer ohne Erfolg in der DTM, und gerade in dieser Saison – ihrer vermeintlich letzten – trifft sie so ein Missgeschick besonders hart.

Beim zweiten Lauf am Sonntag auf dem Eurospeedway Lausitz (14 Uhr live in der ARD) würden es auch die DTM-Macher um ihren Chef Hans Werner Aufrecht nicht ungern sehen, wenn Opel diesmal erfolgreicher wäre. „Mit zwei Teams wird es zukünftig keine DTM mehr geben“, hatte Aufrecht beim ersten Rennen gesagt, gleichzeitig aber Opel für 2006 auch noch nicht ganz abgeschrieben. Der Opel-Vorstand habe in Gesprächen klare Vorgaben genannt, unter denen ein weiteres DTM-Engagement vorstellbar wäre. Der Opel-Vorstand hatte ihm dafür einige Punkte genannt: „Erstens eine Kostenreduzierung von rund 30 Prozent, zweitens eine Europäisierung der Serie und drittens die Voraussetzung, dass jeder Hersteller siegfähig sein muss“, sagte Aufrecht.

Am Sonntag in der Lausitz könnte die Aufgabe für Opel leichter werden. Das in Hockenheim siegreiche Mercedes-Team muss nunmehr seine Autos mit zehn Kilogramm Zusatzgewicht an den Start bringen. Opel dagegen kann als drittplatziertes Team vom Auftaktrennen die Autos im Vergleich zum Basisgewicht von 1050 Kilogramm sogar noch um zehn Kilogramm erleichtern. Damit ist Spannung garantiert, und die Chancen für Frentzen steigen, den ersten Sieg für Opel in der Lausitz einzufahren. heit

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