Sport : Leichtes Spiel

Ein kleines Lexikon des Handballs

Erik Eggers

Wie die Fakten belegen, ist Handball hier zu Lande wieder modern. Bei den Olympischen Spielen 2004 verzeichnete lediglich die Eröffnungsfeier einen besseren TV-Marktanteil als das dramatische Finale zwischen Deutschland und Kroatien, die Zuschauerzahlen in der Handball-Bundesliga haben sich im letzten Jahrzehnt verdoppelt. Angesichts dieses Booms liegen Bücher wie „Handball – verständlich gemacht“ aus dem Copress-Verlag wohl gerade im Trend.

Die beiden Autoren Dino Reisner und Eberhard Spaeth, die bisher nicht mit Veröffentlichungen zum Handball hervorgetreten sind, versuchen dabei etwas Unmögliches: Die Geschichte, die Stars, die großen Mannschaften sowie die Regeln und populärsten taktischen Formationen dieses Sports auf 128 Seiten zu komprimieren. Das Ergebnis ist leider nicht immer zufrieden stellend. Zwar verschafft sich ein Laie tatsächlich innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über diese Sportart, und die wichtigsten Regeln werden hinreichend beschrieben. Andererseits gibt es nicht wenige historische und begriffliche Unschärfen. So wurden die ersten Regeln nicht erst 1926, sondern bereits 1921 veröffentlicht. Und der Name „Heiner Brandt“ erinnert eher an einen früheren Bundeskanzler als an den aktuellen Bundestrainer.

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