Leipzig, Magdeburg, Rostock, Karlsruhe : Zahlreiche Verletzte nach Ausschreitungen bei Fußballspielen

Bei mehreren Fußballspielen gab es am Wochenende Ausschreitungen. Vor allem die Partie RB Leipzig gegen Hansa Rostock gab es massive Probleme. Aber auch in der Oberliga gab es Verletzte.

Bei mehreren Fußballspielen gab es am Wochenende Ausschreitungen. Am Rande des Drittliga-Spiels zwischen RB Leipzig und Hansa Rostock (1:2) sind am Samstag 22 Polizisten leicht verletzt worden. Rostocker Fans hatten beim Weg ins Stadion massiv Flaschen und Pyrotechnik auf die Beamten geworfen. Insgesamt 17 Polizisten erlitten dabei ein Knalltrauma. Die Ordnungshüter nahmen vier Randalierer vorläufig fest. Das teilte die Polizei mit.

Auch an den Eingängen zum Stadion kam es zu Zwischenfällen. Im Bereich der Gästefans ist es demnach zu massiven Versuchen gekommen, die Einlasskontrollen gewaltsam zu überwinden. Insgesamt waren 4800 Rostocker Anhänger unter den 23 421 Zuschauern in Leipzig.

Auch Fans eines zweiten Leipziger Vereins in Randale verwickelt

Auch bei der Viertliga-Partie des 1. FC Magdeburg gegen Lok Leipzig sind drei Polizeibeamte verletzt worden. Im Vorfeld und während des Spiels sei es immer wieder zu Zwischenfällen mit abgebrannter Pyrotechnik gekommen, teilte die Polizeidirektion Nord am Samstag mit. Zweimal musste die Partie wegen abgefeuerter Böller aus den Fanblöcken unterbrochen werden. Zudem mussten die Beamten mit großem Kraftaufwand beide Lager im Stadion auseinanderhalten. Es wurde Pfefferspray eingesetzt. Die Polizei war mit rund 500 Einsatzkräften vor Ort.

Und auch in der Oberliga gab es Probleme. Nach Ausschreitungen bei einem Heimspiel des Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen ermittelt die Polizei wegen Landfriedensbruchs gegen Anhänger des Karlsruher SC II. Es müsse noch geprüft werden, ob den Fans weitere Straftaten wie gefährliche Körperverletzung nachgewiesen werden könnten, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Derzeit versuchten die Ermittler, die Verantwortlichen der Krawalle vom Freitag zu identifizieren. Während des Spiels hatten sich rund 100 teils vermummte und mit Stöcken bewaffnete KSC-Fans vor dem Stadion versammelt und sich eine Schlägerei mit Anhängern der Gastgebermannschaft und der Polizei geliefert. Vier Menschen wurden verletzt, darunter ein Beamter. (dpa)

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