Sport : Leiser Jubel im leeren Stadion Bayer Leverkusen spielt 1:1 bei AS Rom

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Rom Die Atmosphäre im Olympiastadion war einmalig. Vor allem angesichts der Tatsache, dass in der 80 000 Zuschauer fassenden Arena ein Spiel der Champions League stattfand. 600 Menschen verloren sich auf den Tribünen. Jeweils 75 Vertreter vom AS Rom und Bayer Leverkusen, dazu technisches Personal, Ordnungskräfte, Sanitäter – aber keine Fans. Und die wenigen Zuschauer sahen ein 1:1 (0:0). Dimitar Berbatow hatte Bayer acht Minuten vor Schluss in Führung gebracht, Vincenzo Montella gelang in der Nachspielzeit der Ausgleich.

Die Anhänger aus Rom hatten immerhin Transparente im Stadion aufgehängt. Das wurde ihnen am Vorabend erlaubt. Kommen durften sie nicht. Ihr Klub muss nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen Dynamo Kiew, als Schiedsrichter Anders Frisk eine von der Tribüne abgeworfene Münze traf, drei Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Rund 1000 Fans vom AS Rom hatten sich im Frust vor den Stadiontoren versammelt. Die Abstinenz der Anhänger bescherte dem Spiel eine merkwürdige Stimmung. Es gab ganz leisen Applaus, als die Mannschaften auf den Rasen liefen. Kurz nach Anpfiff waren dann die Rufe der Trainer zu hören. Und klingelnde Handys der Betreuer.

Bayers Teambetreuer Hans-Peter Lehnhoff sagte: „Das Kribbeln im Stadion fehlt, die Stimmung ist wie bei einem Freundschaftsspiel.“ Und so spielten beide Teams dann zunächst auch. Vincenzo Montella in der ersten Halbzeit die einzige gute Chance für Rom. Kurz vor der Pause traf der Stürmer aus 20 Metern den Außenpfosten. Leverkusen war in der zweiten Halbzeit das aktivere Team; insofern war die Führung nicht unverdient: Berbatow überlistete mit einem Heber Roms Torhüter Zotti. In der Nachspielzeit jubelten dann aber die Römer. Montella ließ Leverkusens Torhüter Hans-Jörg Butt mit einem platzierten Flachschuss keine Chance. Tsp

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