Sport : LeMond: UCI und Nike haben Armstrongs Dopingprobe vertuscht

Berlin - Der US-Sportartikelkonzern Nike und der frühere UCI-Präsident Hein Verbruggen sollen eine positive Dopingkontrolle des einstigen Radprofis Lance Armstrong vertuscht haben. Das behauptet Kathy LeMond, die Ehefrau des dreimaligen Toursiegers Greg LeMond. Kathy LeMond hatte laut „New York Daily News“ schon 2006 vor Gericht unter Eid von dem Vorfall berichtet. Demnach habe Nike 500 000 Dollar auf ein Schweizer Konto von Verbruggen gezahlt, um einen positiven Test auf Corticosteroide bei der Tour 1999 zu vertuschen. Armstrong hatte damals eine medizinische Ausnahmegenehmigung nachgereicht. Armstrongs langjähriger Sponsor Nike wies die Anschuldigungen „vehement“ zurück. Auch Verbruggen nannte die Vorwürfe „absurd“. Armstrong sei nie positiv getestet worden, es habe nichts zu vertuschen gegeben.

Nike hat den Sponsorenvertrag mit Armstrong inzwischen gekündigt. Auch andere Sponsoren wie die Brauerei Anheuser-Busch, der Fahrradbauer Trek, der Nahrungsmittelhersteller Honey Stinger und die Fitnessstudio-Kette 24 Hour Fitness wollen nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. dpa/dapd

0 Kommentare

Neuester Kommentar