Leserdebatte : Darf Hertha noch hoffen?

Hier nennen wir fünf Gründe, warum für Hertha noch Hoffnung auf den Klassenerhalt besteht - und bitten Sie, liebe Leser, um Ihre Meinung: Bleibt Berlin erstklassig oder ist Hertha nicht mehr zu retten? Diskutieren Sie mit!

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Der Blick geht nach oben. Hertha BSC (hier Adrian Ramos) hat die Hoffnung im Abstiegskampf noch lange nicht aufgegeben. Und dafür gibt es gute Gründe...Alle Bilder anzeigen
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06.04.2012 19:33Der Blick geht nach oben. Hertha BSC (hier Adrian Ramos) hat die Hoffnung im Abstiegskampf noch lange nicht aufgegeben. Und dafür...

Hertha BSC erlebt in dieser Phase der Saison die ganze Wucht des Abstiegskampfes. Dem Sieg in Mainz folgte eine Woche später die Niederlage gegen Wolfsburg. Solche Schwankungen sind schwer zu ertragen – allerdings auch alles andere als ungewöhnlich. Wer so weit unten in der Tabelle der Fußball-Bundesliga steht, kann nicht erwarten, dass er seine Spiele in Serie gewinnt. „Die Situation ist natürlich ernst“, sagt Manager Michael Preetz, „aber sie ist nicht aussichtslos.“ Wir nennen fünf Gründe, warum Hertha noch auf den Klassenerhalt hoffen darf.

Das Restprogramm: Der FC Augsburg ist gerade so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga. Seit sechs Spielen ist der Aufsteiger ungeschlagen, seit Anfang November hat er kein Heimspiel mehr verloren, und in elf Rückrundenspielen hat er schon so viele Punkte geholt wie in der gesamten Hinserie. Der Traum vom Klassenerhalt wird immer realer. Nur Trainer Jos Luhukay hat sich vor einer Woche, nach dem Sieg gegen den Konkurrenten Köln, als Mahner betätigt: „Wir sind noch lange nicht durch. Unser Restprogramm ist extrem schwer.“ An diesem Wochenende müssen die Augsburger zu den Bayern. Danach heißen die Gegner Stuttgart, Wolfsburg, Schalke und Mönchengladbach, die alle noch in den Europapokal wollen, ehe es für den FCA am letzten Spieltag zum Hamburger SV geht. Den 1. FC Köln, der einen Platz und zwei Punkte vor Hertha liegt, trifft es kaum weniger hart. Die Berliner hingegen haben zwar noch drei schwere Auswärtsspiele (Gladbach, Leverkusen, Schalke), empfangen im eigenen Stadion aber noch die Konkurrenten Freiburg und Kaiserslautern sowie am letzten Spieltag die TSG Hoffenheim, für die es dann um nichts mehr gehen sollte. Doch so tröstlich das Restprogramm für Hertha auch sein mag – man sollte sich nicht allein darauf verlassen. „Wir brauchen gar nicht woanders hinzuschauen“, sagt Trainer Otto Rehhagel. „Rechnen zählt für mich nicht.“

Das Spielsystem: Lucien Favre, der Trainer von Borussia Mönchengladbach, kennt die Berliner aus alter Verbundenheit ein bisschen besser als den Rest der Konkurrenz. Trotzdem sagt der Schweizer vor dem heutigen Duell mit seinem früheren Arbeitgeber (18.30 Uhr, live im Ticker bei Tagesspiegel.de): „Ich weiß nicht, wie Hertha spielen wird.“ Ganz so geheimnisvoll ist die Sache allerdings auch nicht. Die Berliner haben nach Wochen des Suchens zu ihrem System aus der Vorrunde zurückgefunden. Aus einer tiefen und dichten Verteidigung suchen sie über Konter den Erfolg. Auch die Zeiten personeller Experimente sind vorbei. Umso ärgerlicher ist es, dass Christoph Janker heute wegen muskulärer Probleme ausfällt. Sebastian Neumann, Felix Bastians oder Peter Niemeyer könnten für ihn in die Innenverteidigung rücken.

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