Leserdebatte : Sziedat rechnet mit Hoeneß ab - zu Recht?

Der langjährige Hertha-Verteidiger Michael Sziedat attackiert die Führung des abstiegsfährdeten Klubs. Besonders hart geht er mit Dieter Hoeneß ins Gericht. Zu Recht? Diskutieren Sie mit!

Thorsten Scheimann

Bei der Suche nach den Schuldigen für die momentane Situation bei Hertha BSC hat sich jetzt Michael Sziedat zu Wort gemeldet. Gerade sein Urteil über den Ex-Manager des Vereins klingt vernichtend: „Einen Großteil hat Dieter Hoeneß zu verantworten.“, sagte der ehemalige Abwehrspieler in einem Interview dem Berliner Magazin "Fußball-Woche". „Er hat die Strukturen ganz auf sich zugeschnitten und keine weitere sportliche Kompetenz eingebaut. Im Gegensatz zu seinem Bruder Uli, der bei Bayern nie etwas ohne Rummenigge, Beckenbauer oder Breitner gemacht hat. Dieter Hoeneß hat einen Trümmerhaufen hinterlassen.“

Doch auch für den Rest der Hertha-Führung findet er keine warmen Worte. Von Funkel habe er sich mehr versprochen, sei enttäuscht, Gegenbauer fehle schlicht die sportliche Kompetenz  und Michael Preetz „scheint mit der Situation total überfordert zu sein.“

Sziedat selbst würde sich nicht verweigern, wenn es darum geht, auch ein Stück Verantwortung für die Hertha zu übernehmen, sagte er. Unter Hoeneß hätte dies aber keinen Sinn gemacht. „Fragen sie mal Hanne Weiner, der war mal dabei. Wenn der etwas einbringen wollte, war schon alles entschieden. Das war damals die alte Hoeneß-Schule.“ Sein Resümee: „Da werden Millionen ausgegeben, aber nichts kommt dabei raus. Alles müsste hinterfragt werden.“

Was meinen Sie? Ist für die momentane Misere bei Hertha zum größten Teil Hoeneß und die Führung verantwortlich? Oder sind die Spieler nicht motiviert oder fähig genug für den Klassenerhalt? Diskutieren Sie mit!

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