Sport : Leverkusen dreht das Spiel

Nach 0:2-Rückstand in Aachen siegt Bayer 3:2

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Aachen - Bayer Leverkusen hat mit einer beeindruckenden Aufholjagd einen Fehlstart in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga vermieden. Angetrieben von Bernd Schneider gewann die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe bei Alemannia Aachen 3:2 (1:2), obwohl sie schon 0:2 zurückgelegen hatte. Neben Nationalspieler Schneider, dem seine ersten beiden Saisontore glückten (44. und 57. Minute), traf Andrej Woronin (54.) für Leverkusen. „Wichtig war nur, dass wir zum Auftakt gewonnen haben“, sagte Schneider.

Aachen blieb auf dem ausverkauften Tivoli trotz der Tore von Laurentiu Reghecampf per Foulelfmeter (9.) und Vedad Ibisevic (30.) auch im siebten Bundesliga-Heimspiel hintereinander ohne Sieg. Als 14. haben die Aachener nur vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. „Ausschlaggebend war, dass wir den Zwei-Tore-Vorsprung nicht mit in die Halbzeit nehmen konnten“, sagte Trainer Michael Frontzeck. „Die Leverkusener haben phasenweise gezeigt, dass sie eine Klassemannschaft sind.“

Beide Teams starteten erfrischend offensiv, und Bayer hätte schon in den ersten Sekunden beinahe getroffen. Sergio Pinto rettete bei einem Schuss von Paul Freier auf der Torlinie. Bei einem Kopfball von Woronin war Alemannias Torwart Stephan Straub zur Stelle. Auf der Gegenseite parierte Jörg Butt gegen Jan Schlaudraff. Kurz darauf entschied Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nach einem Foul von Karim Haggui an der Strafraumgrenze an Ibisevic auf Strafstoß. Reghecampf verwandelte. Die Gäste ließen sich nicht beirren und zeigten eine ansprechende Partie – nur mit ihren Chancen gingen sie sorglos um. Sergej Barbarez scheiterte an Straub, Woronin schoss aus zwölf Metern vorbei. Konsequenter waren die Aachener. Nachdem Butt einen Schuss von Marius Ebbers nicht hatte festhalten können, staubte Ibisevic zum 2:0 ab.

Kurz vor der Pause fand Leverkusen ins Spiel zurück. Schneider nutzte ein gutes Zuspiel von Barbarez zum 1:2. Nach der Pause setzte Skibbe auf Offensive und brachte Stefan Kießling für den Angriff. Den Ausgleich erzielte Woronin, der wiederum auf Vorlage von Barbarez aus kurzer Distanz traf. Der Leverkusener Jubel war kaum verklungen, da zirkelte Schneider einen Freistoß zum Siegtreffer exakt in den Torwinkel. dpa

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