Sport : Leverkusen nach 1:4 gegen Bochum ratlos

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Leverkusen – Nach zwei bitteren Heimniederlagen innerhalb von 70 Stunden herrscht Ratlosigkeit bei Bayer Leverkusen. „Das reicht nicht einmal für ein Freundschaftsspiel gegen Bergisch Gladbach“, schimpfte Trainer Michael Skibbe nach der 1:4-Niederlage gegen den VfL Bochum. Wie schon drei Tage zuvor beim 0:3 im Uefa-Cup gegen CA Osasuna geriet die Bayer-Elf gegen Bochum am Sonntag durch eigene Fehler früh in Rückstand, nach 22 Minuten hieß es 0:3.

Innenverteidiger Karim Haggui unterliefen dabei das Eigentor zum 0:1 und der Fehlpass vor dem 0:3 durch Theofanis Gekas. Danach holte Skibbe den völlig frustrierten Tunesier vom Feld. Anthar Yahia hatte per Kopf noch das 2:0 für Bochum erzielt. Leverkusens Sportchef Rudi Völler war mächtig sauer nach dem zumindest eine Halbzeit lang miserablen Auftritt. „Diese Lethargie ist furchtbar. Zu behäbig, zu brav, wir stehen nur daneben. Das müssen wir brutal ansprechen“, sagte Völler. Zwar gelang Stefan Kießling das 1:3, am Ende hieß es nach dem zweiten Treffer von Gekas aber 1:4. Zudem sah Kießling wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte und fehlt im nächsten Ligaspiel beim FC Bayern München ebenso wie Bernd Schneider wegen seiner fünften Gelben Karte.

„Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht erhofft. Dieser Sieg gibt Selbstvertrauen für den Abstiegskampf“, sagte Bochums Trainer Marcel Koller nach dem zweiten Sieg in Serie. Mit seinem Torinstinkt hat Gekas als bester Schütze der Liga mit 16 Treffern – davon neun in den letzten sieben Spielen – sein Team einmal mehr zum Erfolg geführt. „Wenn man sieht, wie er die Tore macht, dann weiß man, dass er unsere Lebensversicherung ist“, sagte Koller über seinen auch von Bayer Leverkusen umworbenen Stürmer. „Man müsste alles tun, um ihn zu behalten. Das wird aber sehr schwierig“, sagte der VfL-Coach. dpa

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