Sport : Leverkusen unter Skibbe weiter sieglos

Bayer Leverkusen steckt nach dem 1:1-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart weiter im Tabellen-Mittelfeld der Fußball-Bundesliga fest.

Leverkusen - Bayer Leverkusen wartet weiter auf seinen ersten Sieg unter Michael Skibbe. Die Werksmannschaft musste sich am Sonntag bei der Heimpremiere des früheren Bundestrainers mit einem 1:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart begnügen. Mit einem verwandelten Foulelfmeter sicherte der überragende Danijel Ljuboja (72.) den Schwaben einen verdienten Punkt, nachdem Tranquillo Barnetta (56.) die Hausherren in Führung gebracht hatte. Vor 22 500 Zuschauern in der BayArena bestätigten die auswärts weiter ungeschlagenen Schwaben 72 Stunden nach ihren UEFA- Cup-Sieg in Rennes ihres Aufwärtstrend.

«Ich erwarte eine gewisse Trotzreaktion. Wir haben einiges gut zu machen», lautete die Vorgabe von Bayer-Sportdirektor Rudi Völler an die Mannschaft, die Skibbe nach einem dreitägigen Trainingslager in Hennef auf mehreren Positionen verändert hatte. Neben Carsten Ramelow, der wegen einer Meniskusverletzung bereits operiert wurde, fehlten aus jener Elf, die vor Wochenfrist 1:3 in Mainz verloren hatte, zunächst auch Krzynowek, Rolfes und Fritz. Die Wechsel zeigten durchaus Wirkung, denn das Bayer-Spiel war zielstrebiger als zuletzt, doch die besseren Chancen besaß unter den Augen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann zunächst der VfB.

Drei Tage nach dem Europacup-Spiel in Rennes war bei den Schwaben von Substanzverlust nichts zu sehen. Ljuboja vertrat den vierfachen Saison-Torschützen Jon Dahl Tomasson ausgezeichnet, hatte aber zunächst mehrfach Pech im Abschluss. Nach nur 28 Sekunden verhinderte Bayer-Keeper Jörg Butt mit einer Fußabwehr gegen den Serben die blitzschnelle Führung für die Schwaben. In der 31. Minute wurde ein Treffer Ljubojas wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Drei Minuten vor der Pause nahm Marco Streller eine Flanke von Martin Stranzl volley und jagte den Ball an den Außenpfosten.

Während im zweiten Durchgang das Spiel der Hausherren druckvoller wurde, schienen den Stuttgartern die Kräfte auszugehen. Nach einer präzisen Hereingabe von Barnetta schoss Andrej Woronin (53.) aus drei Metern Timo Hildebrand an. Drei Minuten später kam Barnetta frei zum Schuss und ließ dem VfB-Schlussmann keine Chance. Doch die Gäste gaben sich noch längst nicht geschlagen. Zunächst traf Ljuboja (64.) den Pfosten, dann verwandelte der Serbe einen von Athirson an Streller verwirkten Strafstoß zum Ausgleich. Neun Minuten vor dem Ende verhinderte Bernd Schneider mit seiner Rettungstat gegen Ljuboja das drohende 1:2. (Von Andreas Schirmer, dpa)

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