Sport : Leverkusen wirft den Titelverteidiger raus

Europa League: Bayer spielt 1:1 gegen Atletico Madrid, Stuttgart feiert beim 5:1 den ersten Sieg unter Labbadia

Berlin - Auch auf den ersten Blick bedeutungslose Spiele können interessante Fakten hervorbringen. Für Bayer Leverkusen ging es genauso wie für den VfB Stuttgart am Donnerstagabend eigentlich um nichts mehr – beide Klubs hatten schon vor dem letzten Gruppenspieltag der Europa League die nächste Runde erreicht. Dennoch gab es Bemerkenswertes: Leverkusen warf durch das 1:1 (0:0) keinen Geringeren als den Titelverteidiger Atletico Madrid aus dem Wettbewerb. Und der VfB fuhr im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia beim 5:1 (1:0) gegen Odense gleich den ersten Sieg ein. Ausgelost wird die nächste Runde ebenso wie die der Champions League am heutigen Freitag (ab 12 Uhr/Eurosport und Sky).

Im dichten Leverkusener Schneetreiben brachte Patrick Helmes den Tabellenzweiten der Bundesliga, der mit einer B-Elf ohne neun Stammspieler angetreten war, in der 69. Minute in Führung. Fran Mérida schaffte kurz darauf nur noch den Ausgleich für die enttäuschenden Spanier. „Wir sind Gruppensieger und ungeschlagen, das haben wir uns hart erarbeitet“, lobte Bayers Torjäger Stefan Kießling, der nach dreimonatiger Verletzungspause ein gelungenes Comeback gegeben und Helmes’ Treffer vorbereitet hatte.

Ebenfalls eine gelungene Rückkehr auf die Fußballbühne erlebte Bruno Labbadia. Erst vor wenigen Tagen war er als neuer Trainer der Stuttgarter vorgestellt worden, und seinen Einstand hatte er sich wohl genau so vorgestellt. Gegen die harmlosen Dänen von Odense BK hatte seine Mannschaft in einem besseren Trainingsspiel keine Probleme. Timo Gebhart, Christian Gentner, Pawel Pogrebnjak und Ciprian Marica machten sich mit ihren Treffern gleich mal beim neuen Chef beliebt, das zwischenzeitliche 2:0 hatte der Däne Daniel Høegh per Eigentor beigesteuert.

Das Stadion in Stuttgart war zwar eingedenk der überschaubaren Bedeutung der Partie und der bitterkalten Witterung praktisch leer geblieben. Aber die Darbietung der leidgeprüften Heimmannschaft ließ bisweilen tatsächlich so etwas wie Stimmung aufkommen – das hat es in Stuttgart lange nicht mehr gegeben. Eine Leistung, die sich Bruno Labbadia durchaus zuschreiben lassen darf. Tsp

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