Sport : Leverkusen - Wolfsburg: Drei Punkte gegen die Experten

Bayer Leverkusen sagt unter dem neuen Trainer Klaus Toppmöller den Titelaspiranten in der Fußball-Bundesliga den Kampf an. Der zweifache Torschütze Lucio erklärte nach dem hochverdienten 2:1 (1:0) über den VfL Wolfsburg selbstbewusst: "Wenn uns jemand nicht zu den Favoriten zählt, dann ist er selber schuld."

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Die Umfragen nach den Titelkandidaten der 39. Spielzeit haben in Leverkusen Spuren hinterlassen. "Wenn uns Experten am Saisonende auf den Plätzen sieben und acht sehen, dann wurmt das", gestand Toppmöller nach seinem erfolgreichen Debüt als Bayer-Coach. Leverkusen fühlt sich zwischen Titelverteidiger Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 offenbar nicht ernst genommen.

"Wenn das neue System erst einmal in den Köpfen drin ist, werden wir eine hervorragende Mannschaft sein", sagte Toppmöller. Neu ist die ungewöhnlich offensive Ausrichtung seiner Elf, die nominell mit einer Viererkette spielte, im Grunde aber mit Ze Roberto auf der linken und Sebescen auf der rechten Außenbahn wichtige Impulsgeber nach vorne hat und fast nie mit vier Mann auf einer Linie hinten abriegelte.

Die Mannschaft wird dadurch noch weniger ausrechenbar. Vor allem dann, wenn wie gegen Wolfsburg auch noch die Abwehrspieler Tore schießen. Lucios Treffer (41./46.) entschieden die Partie frühzeitig. "Wenn sich die Chance ergibt, gehe ich halt mit nach vorne", sagte der Brasilianer, der im 16. Bundesligaspiel seine Treffer sechs und sieben markierte. Der eingewechselte ehemalige Leverkusener Markus Feldhoff schaffte nur noch den Anschlusstreffer (86.).

"Ein Punkt wäre hier drin gewesen", fand zwar VfL-Trainer Wolfgang Wolf. Doch verdient wäre der nicht gewesen. Zu wenig zeigten die Niedersachsen, die immerhin einen Uefa-Pokalplatz anpeilen. "Uns haben die Spritzigkeit und die Aggressivität gefehlt. Die Spiele im UI-Cup zehren natürlich an den Kräften", sagte Wolf. Enttäuschend präsentierte sich vor allem Robson Ponte. Der Brasilianer, der nach seinem Wechsel von Leverkusen zu Wolfsburg über die Zustände bei Bayer klagte, ließ seinen provozierenden Worten keine Taten folgen. Allerdings war er damit nicht allein. Jedenfalls ist mehr Engagement gefragt, wenn am Mittwoch im UI-Cup das 0:1 gegen AS Troyes im Halbfinal-Rückspiel wettgemacht werden soll.

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