Sport : Libero verzweifelt gesucht - Röber bangt um Schmidt und Konstantinidis

fmb

Am Sonntag kam Kostas Konstantinidis nicht mal mehr in seinen Schuh rein. Der Grieche hatte Probleme mit der Ferse. Gestern sah es nicht viel besser aus. Am Sonntag hatte auch Andreas Schmidt enorme Probleme mit seiner Ferse. Er konnte auch kaum laufen. Und gestern? Gestern sah es, wie bei Konstantinidis, nicht viel besser aus. Und damit könnte Jürgen Röber, der Trainer von Hertha BSC, ein Problem bekommen. Ein Problem? Es wäre fast ein GAU. Hertha spielt heute gegen den 1. FC Kaiserslautern, auf dem Betzenberg, und wenn die Defensivkräfte Schmidt und Konstantinidis nicht spielen könnten, "dann", gestand Röber gestern, "dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll". Denn dann fehlt dem Coach des Sechsten der Fußball-Bundesliga ein Libero. Zumindest fehlt ihm einer, die diese Position so ausfüllen kann, ohne dass der Trainer draußen bei jeder Aktion des Abwehrchefs Schweisshände bekommen muss. Der etatmäßige Libero Dick van Burik ist wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt, Andreas Neuendorf, der auch schon auf dieser Postion zufriedenstellend spielte, ist wegen der gleichen Strafe außer Gefecht gesetzt. Und jetzt steht Jürgen Röber da.

Ausgerechnet gegen Kaiserslautern. Die Mannschaft von Otto Rehhagel hat am Sonnabend auswärts gegen Schalke gewonnen, "die weiß, worum es geht" (Röber). Schließlich kämpft sie, ebenso wie Hertha, noch um einen Europacup-Platz. "Wir müssen in Kaiserslautern offensiv spielen, keine Frage", sagt Röber. "Wir müssen Akzente setzen, wir dürfen uns nicht hinten reinstellen." Aber, "es ist natürlich die Frage, wie sehr die Gastgeber uns unter Druck setzen".

Gegen die Pfälzer wird wohl wieder Hendrik Herzog zum Zug kommen. In einem seiner letzten Auftritte für Hertha BSC. Herzog geht, "weil er andere Vorstellungen als der Verein hat" (Röber). Herzogs Vorstellung war kein neuer Ein-Jahres-Vertrag, der sich automatisch verlängert, wenn er 20 Pflichtspiele absolviert. Seine Vorstellung war auch kein stark leistungsbezogener Vertrag. Dass er gehen würde, war absehbar, Röber wirft die Nachricht nicht aus der Bahn. Noch unklar ist, wie sich Sixten Veit entscheidet. Sein Vertrag läuft auch aus, "aber die Gespräche", sagt Röber, "haben eine positive Tendenz". Im Klartext: Es sieht so aus, als würde der defensive Mittelfeldspieler in Berlin bleiben.

So wollen sie spielen

Kaiserslautern: Georg Koch - Sforza - Schjönberg, Harry Koch - Buck, Basler, Ramzy, Komljenovic, Strasser (Reich) - Tare, Pettersson.

Hertha BSC: Kiraly - Konstantinidis (Schmidt), Herzog, Rehmer, Sverrisson - Sanneh, Dardai, Hartmann - Wosz - Preetz, Alves.

Schiedsrichter: Krug (Gelsenkirchen).

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