Sport : Lieblingsgegner? Barcelona!

Präsident Franz Beckenbauer konzedierte großzügig, die Spieler hätten sich zumindest bewegt, Trainer Ottmar Hitzfeld sprach offen "von großen Problemen und einem schwachen Spiel von uns", nur Hasan Salihamidzic strahlte, als wäre er soeben Weltmeister geworden. "Es war toll, nach vier Monaten Pause wieder dabei zu sein. Ich habe mich riesig gefreut, auch wenn es um nichts mehr ging", sagte der Mann des Abends nach dem 2:1 (0:0)-Sieg des FC Bayern München gegen den FC Nantes zum Abschluss der Champions-League-Zwischenrunde.

Zwar blieb der deutsche Rekordmeister zum 18. Mal in Folge in der Champions League ungeschlagen, dennoch verpasste er das selbst gesteckte Ziel, sich als Gruppenerster für die Viertelfinal-Spiele (2./3. April zu Hause, 9./10. April auswärts) zu qualifizieren. Aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs musste sich der FC Bayern in der Gruppe A mit Platz zwei hinter Manchester United begnügen, das 3:0 bei Boavista Porto gewann.

Nun müssen die Bayern im Vierelfinale gegen Real Madrid, den FC Barcelona oder den Gewinner der Gruppe D antreten. Die Mehrheit der Münchner Spieler wünscht sich Barcelona als Gegner, "aber es sind eh nur noch Granaten drin", betonte Salihamidzic, der 119 Tage nach seinem Kreuzbandriss im Knie ein bemerkenswertes Comeback ablieferte und selbstbewusst tönte: "Egal, wer kommt, wir putzen alle weg."

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Das 45 Minuten währende Comeback des Bosniers war aus sportlicher Sicht das einzig Erfreuliche für die Münchner. Gerade vier Monate nach seiner schweren Kreuzband-Verletzung im rechten Knie spielte Salihamidzic auf Anhieb groß auf. "Uns hat auf den Außenbahnen einer gefehlt, der da für Furore sorgt. Sein Comeback lässt hoffen", sagte Rummenigge. "Salihamidzic war die treibende Kraft", meinte auch Hitzfeld. Ein erster Schritt ist gemacht, auch wenn Salihamidzic bemüht war, die Euphorie um seine Person zu dämpfen: "Es war toll, aber wir wollen nicht übertreiben. Nach einigen Wochen wird ein Loch kommen. Es gibt schließlich Gesetze in der Natur."

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