• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Einmal, im vergangenen Herbst, bekam Elkin Soto bundesweite Aufmerksamkeit. Die Mainzer Stars waren zu dieser Zeit Andreas Ivanschitz und Aristide Bancé, doch deren Geschichten waren mit ihren vielen Toren schon erzählt. Soto war im Spiel gegen Nürnberg der Ball nach einer Ecke vor die Füße gefallen, nach seinem abgefälschten Schuss und dem 1:0 war der Aufsteiger Sechster. Es blieb Sotos bislang einziger Bundesligatreffer, dabei kam er im Januar 2007 nach Mainz als offensiver Mittelfeldspieler. „Er ist torgefährlich, mit ihm haben wir mehr offensive Möglichkeiten“, sagte der damalige Mainzer Trainer Jürgen Klopp. Da hatte der inzwischen kahle Kolumbianer noch eine Langhaarfrisur, er brillierte im linken Mittelfeld mit seiner eleganten Ballbehandlung, seiner Übersicht und den Diagonalwechseln aus höchster Bedrängnis in den Fuß des Mitspielers. Soto sortierte von außen das Spiel der Mainzer. Doch er verletzte sich am Knie, und kaum war er wieder einsatzfähig, riss ihm ein Kreuzband. Anschließend wurde er für vier Monate gesperrt, wegen eines Streits um Transferrechte. Das war alles nicht leicht für den sensiblen Soto. In der vergangenen Saison stellte ihn dann Coach Thomas Tuchel von der linken Mittelfeldseite auf die Sechserposition in die Zentrale, dort konnte er neben der großen technischen Klasse auch seine Stärken in der fairen Balleroberung ausspielen. „Er ist unser kleiner Zé Roberto“, sagt Tuchel. Aktuell ist Soto einer von drei eher defensiven Mainzer Mittelfeldspielern, Sechser und Antreiber über links in einem. Vielleicht schießt er sogar mal wieder ein Tor und es wird über ihn geredet.

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