• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Was sind eigentlich Ihre Stärken und Ihre Schwächen, Herr Bargfrede? „Nichts Spezielles.“ Und was machen Sie in Ihrer Freizeit? „Nichts Besonderes.“ So aufregend ist Philipp Bargfrede und so aufgeregt wirkt er auf dem Platz. Er spielt, so scheint es, einfach nur mit. Nicht auffällig, aber immer irgendwie gut. Deswegen wurde er schon in der vergangenen Saison, in der er es als erstes Bremer Talent seit Aaron Hunt 2006 zum Stammspieler brachte, abwechselnd mit Werders Arbeiter-Legenden Dieter Eilts, Frank Baumann oder seinem Nebenmann Torsten Frings verglichen. Barg-

frede ist aber viel mehr als ein wertvoller Grätscher. Zum einen hält der 21-Jährige bei den grundsätzlich offensiven Werderanern viele Angriffe und Pässe von der meist weit aufgerückten Viererkette fern, die nicht nur, aber besonders bei Kontern anfällig ist. Ohne ihn wäre so manches begeisterndes Spiel, das Werder 5:4 gewonnen hat, wohl 5:6 ausgegangen. Mit seiner taktischen Disziplin und seinem Spielverständnis ist er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Zum anderen ist Bargfrede nicht nur laufstark, er kann auch gut dribbeln. Besser als Eilts, Baumann oder Frings. Und die Chance zu fallen, sucht er bei seinen Vorstößen ebenso gerne wie sein Kollege Marko Marin. Seine Bedeutung für den Spielaufbau wird immer wichtiger, wie bei der Qualifikation für die Champions League in Genua zu sehen war. Bargfrede war bester Mann und trieb das Team nach vorne, weil er nach Ballgewinn sofort den Pass spielte, der den Gegner unter Druck setzte. Und diese Fähigkeit zum schnellen Umschalten ist heute im Fußball eine spezielle Stärke.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben