• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Gleich wird Tranquillo Barnetta stürzen. Zumindest wirkt es oft so, wenn der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen leicht nach vorne gebeugt an der Außenlinie entlangsprintet. „Er ist sehr schnell und dribbelt vertikal“, sagt sein Trainer Jupp Heynckes. Nicht viele Spieler suchen die Eins-gegen-eins-Situationen geradezu, und noch weniger haben in höchstem Tempo so einen Blick für die Mitspieler wie der Schweizer Nationalspieler – trotz des leicht gesenkten Kopfs und des scheinbar einzig auf den Ball gerichteten Blicks. Die Geschwindigkeit des Spiels nimmt immer zu, wenn Barnetta an den Ball kommt, egal, ob er nun selbst nach vorne stürmt oder seine Kollegen mit anspruchsvollen Tempo-Zuspielen in Szene setzen will. Heynckes hat dem 25-Jährigen in den vergangenen eineinhalb Jahren beigebracht, seine Kräfte etwas besser zu dosieren, trotzdem wurde er in den bisherigen elf Bundesligaspielen achtmal in der Schlussviertelstunde ausgewechselt. In der Startelf ist er immer. Die Power Barnettas steht im Gegensatz zu seiner Art außerhalb des Platzes, die wahlweise als ruhig oder langweilig empfunden wird. Auf dem Platz drängt es ihn zum Tor, gerne zieht er von der Außenbahn – egal, ob rechts oder links – in die Mitte und sucht den Abschluss. Barnetta hat einen guten Schuss und versucht es oft, doch ist er ein Meister im Knapp-vorbei-Schießen. Würde er öfter treffen, wäre er wohl schon nicht mehr bei Bayer Leverkusen unter Vertrag. Richtig torgefährlich sind dafür seine Freistöße und Ecken, die in einer kaum zu verteidigenden Flugkurve genau auf den Kopf des Mitspielers kommen.

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