• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

In den vergangenen Tagen war die ganze Bandbreite des Schaffens von Jefferson Farfan zu sehen. Am Mittwochabend bekam er gegen Lyon seine dritte Gelbe Karte in der Champions League für eine vermeintliche Schwalbe – eine elegantere Art, später unbelastet ins Achtelfinale zu gehen, als die Spieler von Real Madrid mit ihren offensichtlich provozierten Platzverweisen. Am Wochenende schoss er beim Stand von 3:0 frei am Bremer Tor vorbei, weil er sich mit einem Übersteiger selbst austrickste. Und kürzlich wurde er wegen eines Casinobesuchs zum zweiten Mal aus der peruanischen Nationalmannschaft ausgeschlossen, vor ein paar Wochen setzten ihn die nationalen Behörden erneut wegen Unterhaltsstreitigkeiten fest. Wenn gerade nichts anderes passiert, bringt der Boulevard gerne Storys über Farfans Luxusuhrensammlung oder seinen Fuhrpark. Großes Starpotenzial also, über seine großartigen Leistungen wird trotzdem zu selten berichtet. Vielversprechende Angriffe laufen bei Schalke zumeist über Farfan. Mit Verteidiger Rafinha hat er zwar seinen kongenialen Partner verloren, in dem offensivstarken Atsuto Uchida könnte ihm aber ein neuer erwachsen. Seit Farfan 2008 für zehn Millionen Euro von PSV Eindhoven kam, ist das Schalker Spiel rechtslastig, auch wenn er oft als zweite Spitze etwas weiter in der Mitte gespielt hat. Er schießt beidfüßig zuverlässig seine Tore und bereitet noch zuverlässiger welche vor, technisch hebt er das Niveau jedes Spiels. Man kann sich auf ihn verlassen, auch wenn kaum einer weiß, wer dieser Skandaltyp ist. Im ersten Jahr kam Farfan in der neuen Umgebung nicht zurecht, noch immer kann er kein Deutsch. Doch für Trainer Felix Magath ist etwas anderes wichtiger: Farfan arbeitet auch gut nach hinten.

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