• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Die anderen hatten ihn abgehängt. Heißt es. Zehn der Kollegen, mit denen Benedikt Höwedes 2009 den U-21-Europameistertitel gewonnen hat, sind inzwischen in der A-Nationalmannschaft von Joachim Löw zum Einsatz gekommen. Nur Höwedes, der das Team in der Qualifikation mit einem Tor in der Nachspielzeit überhaupt erst zu diesem Turnier gebracht hatte und als das vielleicht größte deutsche Talent galt, schien hintendran zu sein. Nach einem guten Jahr in Gelsenkirchen an der Seite von Marcelo Bordon oder auch auf beiden Außenverteidigerpositionen machte er sich sogar Hoffnungen auf die WM-Teilnahme, stattdessen folgten der Absturz Schalkes, zwei Platzverweise zu Saisonbeginn und eine Formschwäche. Sein Gefühl für die kommenden Aktionen auf dem Feld und sein Geschick im Zweikampf waren ihm kurzzeitig abhandengekommen. Seit ein paar Wochen ist Schalkes Defensive wieder kompakter, und es liegt näher anzunehmen, dass es der 22-jährige Höwedes war, der in der Innenverteidigung Christoph Metzelder stabilisiert hat, als umgekehrt. Jetzt, nachdem er auch noch zwei Tore in einer Woche erzielt hatte, ist Benedikt Höwedes wieder da. Heißt es. Genau genommen war er aber nie weg. Höwedes hatte nur eine missliche Zeit, in der er nicht ganz so stark wie sonst war. Eine normale Delle bei einem jungen Talent, die gute Spieleröffnung – inzwischen eine Schlüsselqualifikation für einen Innenverteidiger –, sein Kopfballspiel, die ausgesprochene Willensstärke, alles war immer da, abgehängt hatte ihn keiner. So mag es bald heißen, dass jetzt Höwedes die anderen überholt hat.

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