• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Auch im vergangenen Sommer hat er wieder gehofft – und eine Reiserücktrittsversicherung für seinen Urlaub in den USA abgeschlossen. Doch Bundestrainer Joachim Löw hat sich vor der Weltmeisterschaft nicht gemeldet, obwohl in der Nationalmannschaft durchaus Bedarf auf der Linksverteidigerposition bestand. Das ist eine der vielen Positionen, die Gonzalo Castro, der sich erst spät für Deutschland und gegen Spanien entschieden hat, bestens ausfüllen kann. Ein paar Wochen vor seinem Urlaub spielte er beim 0:2 der Leverkusener gegen Schalke erst links in der Abwehr, nach der Pause rechts, dann im defensiven Mittelfeld und am Ende sogar rechts offensiv. Irgendwo wird Castro immer gebraucht. Er ist erst 23 Jahre alt und hat schon 159 Bundesligaspiele für Leverkusen gemacht, wo er seit der D-Jugend spielt. Mit 17 gab er sein Debüt in der Bundesliga, schnell hatte er mit seiner Dynamik, seinem großen taktischen Verständnis und seiner Schnelligkeit einen Platz im Team sicher – wo auch immer. Sehenswert sind auch seine langen Pässe genau in die sich auftuende Lücke im Angriff, mit denen er das Mittelfeld bei Gelegenheit schnell überbrückt. In der Nationalmannschaft spielte er 2007 ein paar Mal, doch auch für die Europameisterschaft 2008 wurde er nicht berufen. Seitdem ist Castro nicht mehr für Deutschland aufgelaufen, obwohl immer wieder mit ihm gerechnet wird. Ein Grund dafür ist sicher seine bis heute fehlende Konstanz, überragenden Leistungen folgen unerklärlich schlechte. „Irgendwann braucht man eine feste Position“, sagt Castro.

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