• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Es gibt sie, diese Spieler, die einfach dribbeln müssen, wenn man ihnen den Ball gibt. Die Ursache liegt oft – wie bei Ivo Ilicevic vom 1. Kaiserslautern – darin, dass sie diese Fähigkeit als Kinder entwickeln mussten, um mithalten zu können. Bis zur D-Jugend war der kleine Ilicevic genauso groß wie die anderen, die dann aber schneller wuchsen. Um sich zu behaupten, musste er besser als die anderen mit dem Ball umgehen können, um ihn sich von den Stärkeren nicht wegnehmen zu lassen. Mit diesen Fertigkeiten wurde er schon bei seinem Jugendklub in seinem Geburtsort Aschaffenburg, vom Verteidiger zum Offensivspieler. Inzwischen auch in der kroatischen Nationalmannschaft, für die er im vergangenen Jahr erstmals spielte. Anders als beispielsweise Marko Marin, der in Bremen wegen seiner Defensivschwäche häufiger draußen sitzt, kann der 24-Jährige aber auch verteidigen. Ein bisschen zumindest, denn es ist schon als Witz gemeint, wenn er im Fragebogen unter Stärken seine defensiven Grätschen angibt. Er macht ein Fußballspiel für die Fans dadurch zum emotionalen Erlebnis, dass er auch gegen drei Gegenspieler den direkten Weg Richtung Tor sucht – wo er dann hängenbleibt und wieder einmal Kopfschütteln auf der Tribüne auslöst. Oder aber, darauf hofft der Fan jedes Mal, sich durchsetzt und ein Tor vorbereitet. Sechs Mal hat er das in der Vorrunde geschafft, allein viermal profitierte davon Torjäger Srdjan Lakic. Fünf Tore hat der offensive Außenspieler, der noch 174 Zentimeter groß geworden ist, selbst geschossen, vorzugsweise per fulminantem Weitschuss, mit rechts und auch mit links. Das kann auch nicht jeder Dribbler.

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