• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Die Geschichte geht so: Arrogantes Talent wird für viel Geld geholt, erweist sich aber als charakterlich untauglich und scheitert. Seit dem vergangenen Sommer wird sie in Bremen erzählt, aber gerade im Abstiegskampf könnten nun diejenigen Recht bekommen, die immer auf das große Potenzial des Marko Arnautovic verwiesen haben und wissen, dass die Hoffnung nicht zuletzt, sondern niemals stirbt. Schon in der Vorbereitung auf diese Saison hatte dem 21-Jährigen wegen seiner offensichtlichen Lustlosigkeit selbst bei den geduldigen Bremern der schnelle Rauswurf gedroht. Obwohl sie 6,5 Millionen Euro Ablöse für den Stürmer bezahlt haben, um den sich im Jahr zuvor noch der FC Chelsea und Inter Mailand gebalgt hatten. Der 1,92 Meter große Arnautovic erinnert mit seiner Physis an Zlatan Ibrahimovic und hat eine außergewöhnlich gute Technik. Damals ging er zu Inter, spielte aber wegen der starken Konkurrenz und Verletzungen keine Rolle. Zudem bescheinigte ihm Trainer José Mourinho die „Denkweise eines Kindes“. Trotz vieler Gespräche mit den Bremer Verantwortlichen macht der österreichische Nationalspieler, der erst zwei Saisontore erzielt hat, noch oft das Falsche und zeigt eine negative Körpersprache. Als neues Einwechslungs-Paar mit Marko Marin brachte er zuletzt aber zweimal viel Belebung und arbeitete viel für die Mannschaft, ein Zeichen im Abstiegskampf. Sein neues Teamdenken hat er auch deutlich gezeigt. Der sichtbar minder talentierte Sandro Wagner schoss vor zwei Wochen das Führungstor in Freiburg. Schneller als alle Feldspieler war Konkurrent und Ersatzspieler Arnautovic erster Gratulant.

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