• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

Der Niedergang von Eintracht Frankfurt in der Rückrunde hat viel mit Pirmin Schwegler zu tun. Die Gegner wissen nun, wie sie das Spiel der Eintracht am effektivsten zerstören können – in dem sie Schweglers Kreise einengen. Der technisch beschlagene Schweizer hat die meisten Ballkontakte bei Frankfurt, er ist der zentrale Umschaltspieler. Der 24-Jährige verteilt die gewonnenen Bälle, er gibt dem Aufbauspiel mit seinen Pässen Struktur, statt den Ball weit nach vorne zu schlagen. Obwohl er mit seinen 1,79 Metern nicht gerade furchteinflößend ist, gewinnt er den Ball oft auch selbst. Vor allem dank seiner guten Antizipation, denn eigentlich kommt Schwegler harmlos daher. Das mag mit seiner Lebensgeschichte zusammenhängen. Als kleines Kind wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert, die Heilungschance wurde auf zehn Prozent beziffert. Schwegler überlebte, als endgültig geheilt galt er erst als 15-Jähriger. Auf seiner Homepage geht es um seine Geschichte und seine Stiftung für krebskranke Kinder. „Im Fußball wird vieles durch eine schwarz-weiße Brille betrachtet. Da ist viel Show dabei. Und einiges erscheint mir ab und an übertrieben und unnötig“, sagt Schwegler. „Aber ich liebe das Spiel und will es genießen“, sagt Schwegler. Vor fünf Jahren kam das Talent dann zu Bayer Leverkusen. Den großen Durchbruch schaffte Schwegler dort nicht. 2009 folgte er seinem früheren Trainer und Förderer Michael Skibbe nach Frankfurt, sein Vertrag dort läuft noch bis 2012. Verlängert hat ihn Schwegler trotz Angebots noch nicht. Erst mal sehen, wo man Fußball noch genießen könnte.

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