• LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach: LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach : LIEBLINGSSPIELER von Mathias Klappenbach

„Die Qualität ist besser geworden“, sagt Diego. Er meint damit allerdings das neue Trikot des VfL Wolfsburg, das am Samstag gegen Kaiserslautern präsentiert wird. Wolfsburg wird wohl in der Bundesliga bleiben und Diego wohl in Wolfsburg. Hinter dem Brasilianer liegt eine weitere Saison, in der einiges schlechter geworden ist. Zumindest wenn man an seine große Zeit bei Werder Bremen zurückdenkt. Dort ist er, von der Ersatzbank des FC Porto 2006 geholt, auch dank der persönlichen Rundumbetreuung durch den Klub schnell zum Star geworden. Er holte Titel und schaffte es in die brasilianische Nationalmannschaft. Bei Juventus Turin schlug er nach dem Wechsel für 25 Millionen vor zwei Jahren sehr gut ein, baute dann aber stark ab. Auch in der unstrukturierten Wolfsburger Mannschaft erreichte er in dieser Saison sein altes Bremer Niveau nicht mehr – so scheint es zumindest. In den Schlagzeilen ist er weniger wegen seiner sechs Tore und seiner sieben Assists, seine Frustfouls, seine Suspendierung und sein verschossener Elfmeter beim 0:1 gegen Hannover, als er dem vorgesehenen Schützen Patrick Helmes den Ball wegnahm, lassen in der allgemeinen Wahrnehmung das Pendel eher in Richtung Diva denn in Richtung Zauberer ausschlagen. Auswärts wird er pausenlos ausgepfiffen. Trotz seiner schwankenden Leistungen ist es aber eine einzige Freude, Diego beim Fußballspielen zuzusehen, am meisten Spaß macht es einfach, wenn er den Ball hat und nicht einer der 21 anderen. Seine Pässe, seine Tempodribblings, seine Freistöße: Das ist und bleibt die Kunst des Fußballs.

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