Sport : Liefke setzt ein Signal

Der Volleyball-Nationalspieler bleibt beim SCC

Karsten Doneck

Berlin. Im Restaurant, bei Fisch und Wein, kam man sich näher. Das Finanzielle ließ sich durch beidseitiges Entgegenkommen regeln, die Dauer des Zusammenbleibens entsprach schnell den Vorstellungen der Verhandlungspartner. Um 22 Uhr am Donnerstagabend wurden dann die Kugelschreiber gezückt. Marko Liefke, Nationalspieler beim Deutschen Volleyballmeister SC Charlottenburg, setzte seine Unterschrift unter einen neuen Zweijahresvertrag bei seinem Verein. Und SCC-Manager Kaweh Niroomand stellte zufrieden fest: „Sein Verbleib ist ein wichtiges Signal.“ Soll heißen: Wer einen Liefke behält, dessen sportliche Ziele sind auch in der nächsten Saison wieder sehr hoch angesiedelt.

Am Saisonende waren beim SCC alle Verträge – bis auf den von Robert Kromm – ausgelaufen. Zwei Wochen nach dem Titelgewinn gegen den VfB Friedrichshafen zeichnen sich nun die Konturen der neuen SCC-Mannschaft ab, die im Wesentlichen die alte sein wird. Neben Liefke haben von den Leistungsträgern bisher Nisse Huttunen (bis 2006) und Aleksandar Spirovski (bis 2005) ihre Verträge verlängert. Eugen Bakumovski wurde hingegen vorstellig mit dem Wunsch, er wolle erst einmal drei, vier Wochen Abstand gewinnen und dann über seine Volleyball-Zukunft entscheiden. Niroomand sagt: „Von unseren Spielern sagt keiner, ich will unbedingt weg. Das werte ich schon mal als gutes Zeichen.“

Die Vertragsverlängerung mit Liefke fiel dem SCC relativ einfach. Schwerer tat sich der Klub da schon in den Verhandlungen mit Spirovski. An ihm zeigte auch der VfB Friedrichshafen Interesse. „Leute seiner Klasse müssen eigentlich ihre Karriere darauf abstellen, dass sie mal im Ausland das große Geld verdienen“, gesteht Niroomand, überredete aber Spirovski dennoch zu einem weiteren einjährigen Engagement beim SCC.

Noch nicht entschieden ist, ob auch Trainer Mirko Culic dem SCC treu bleibt. „Der erholt sich, wir wissen aber nicht, wo“, sagt Niroomand. Angeblich tourt Culic durch Spanien. Sein Mobiltelefon hat er konsequent ausgeschaltet.

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