Sport : Liga der Humanoide

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Fukuoka (dpa). Asimo setzt zur Flanke an. Den Ball fest im Visier, holt er aus, Schuss und Tor! Pathetisch fällt er auf seine Roboterknie, die Arme zum Triumph nach oben gestreckt. Asimo ist der Beckham unter den Blechkickern und einer der Stars beim Robocup 2002 Fukuoka/Busan, einer Art Roboterversion der laufenden Fußball-WM in Japan und Südkorea. Seit Donnerstag zeigen 193 Mannschaften aus 30 Ländern bei der sechsten WM für Roboter dem breiten Publikum, dass auch Maschinen durchaus zu fußballerischer Topform auflaufen können.

Ein lustiges Volk, das da im Fukuoka Dome im Südwesten Japans noch bis Dienstag nächster Woche Bälle durch die Halle schießt: Da spielen die Liga der Vierbeiner und die der klein- und halbwüchsigen Roboter. Die Liga der Humanoide kommt den Kickern aus Fleisch und Blut im Aussehen noch am nächsten. Sie können ihre Umgebung selbstlernend erkennen, mit ihren Computerhirnen analysieren und entsprechend handeln. Wer zu aggressiv spielt, sieht die Gelbe Karte.

Im Jahre 2050 sollen die Roboter technisch so weit ausgereift sein, dass sie es gegen den Weltmeister aus Haut und Knochen aufnehmen können. Es gehe jedoch nicht darum, eine Schlacht zwischen Robotern und Menschen herbeizuführen, erklärt Hiroaki Kitano, Präsident des Robocup-Verbandes. Wichtig sei es vielmehr, bei der Entwicklung humanoider Roboter mit künstlicher Intelligenz „Vertrauen“ zwischen ihnen und den Menschen zu schaffen. Der Robocup dient den Forschern dazu, ihre Erkenntnisse bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz und intelligenter Roboter auszutauschen und das Interesse an dieser Wissenschaft zu wecken. Von ihren Entwicklungen profitiere die Erforschung anderer Roboter, die den Menschen bei Rettungseinsätzen oder der Altenpflege dienlich sein können, sagt Kitano.

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