Ligapokal : Werder zieht ins Finale ein

Bundesligist Werder Bremen hat sich als erste Mannschaft für das Finale des Ligapokals qualifiziert. Die Bremer setzten sich vor heimischen Publikum gegen den HSV durch.

Bremen - Vor knapp 28.000 Zuschauern gewann Bremen im Weserstadion mit 2:1. Mohamed Zidan (50.) und Torsten Frings (82.) trafen für die Hausherren. Der zwischenzeitliche Ausgleich für den HSV gelang dem eingewechselten Neuzugang Boubacar Sanogo (70.). In der letzten Viertelstunde mussten die Gäste in Unterzahl auskommen, nachdem Nigel de Jong in der 76. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Rote Karte gesehen hatte.

Nach drei Testspielniederlagen in Folge ohne seine deutschen WM-Teilnehmer konnte Werder-Coach Thomas Schaaf gegen den HSV im ersten Pflichtspiel der Saison endlich wieder auf Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose zurückgreifen. Das Trio stand ebenso in der Anfangself wie die Neuzugänge Clemens Fritz, Pierre Womé (beide Abwehr) und Diego (Mittelfeld) sowie Angreifer Zidan, der in der vergangenen Saison an den FSV Mainz 05 ausgeliehen war. Danach wurden die Gäste stärker. In der 19. Minute hatte Paolo Guerrero, der aus spitzem Winkel an Werder-Keeper Andreas Reinke scheiterte, die Chance zur Führung. Zwei Minuten später lenkte Reinke einen Freistoß von Rafael van der Vaart über die Latte. Die letzte Möglichkeit des ersten Durchgangs vergab auf der anderen Seite Frings. Nach schöner Kombination mit Diego verzog der 29-Jährige von der Strafraumgrenze nur knapp (33.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs schien sich sofort die etwas weiter fortgeschrittene Vorbereitungsphase der Gäste auszuzahlen. Der HSV konnte sich zunächst etwas in der gegnerischen Hälfte festsetzen, ließ sich dann aber bei einem Freistoß überraschen. Nach Foul an Klose führten die Bremer den Standard aus der eigenen Hälfte schnell aus. Klose passte quer auf Zidan und der ließ frei vor Wächter dem Keeper keine Chance (50.). Der HSV machte nun etwas auf, doch Daniel Jensen scheute das Risiko und vergab nur kurz darauf mit schwachem Schuss von der Strafraumgrenze die mögliche Vorentscheidung zu Gunsten der Bremer (54.).

Sanogo stark

Danach wurde der HSV immer stärker und der eingewechselte Sanogo, der erst am Nachmittag vom Absteiger 1. FC Kaiserslautern verpflichtet wurde, konnte sich immer besser in Szene setzen. Zunächst traf er nach einem Eckball per Kopf den Pfosten (69.). Kurz darauf misslang die Bremer Abseitsfalle und der 23-Jährige stürmte aus dem Mittelfeld auf und davon zum 1:1 (70.). In der 76. Minute sah de Jong nach wiederholtem Foulspiel von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer die Rote Karte. Bremen wurde nun in Überzahl wieder stärker. In der 80. Minute konnte Wächter noch einen nicht voll getroffenen Ball von Klose halten, aber zwei Minuten später war er bei Frings' Schuss aus knapp 20 Metern in den rechten Winkel machtlos.

In den verbleibenden Minuten bemühten sich die Gäste vergeblich um den Ausgleich. Zwar bot sich van der Vaart kurz vor dem Ende nochmals die Chance, seine Farben ins Elfmeterschießen zu bringen, aber letztendlich ging der Erfolg der Hausherren, die über die komplette Spielzeit mehr für die Offensive taten, in Ordnung.

Die Bremer treffen am Samstag im Leipziger Zentralstadion (18.00 Uhr, live bei Premiere) auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04. Beide Teams treffen am Mittwoch in der Münchner Allianz Arena aufeinander (20.30 Uhr, ebenfalls live bei Premiere). (tso/ddp)

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