Sport : Lisicki startet mit einer Niederlage Misslungener Auftakt in der Fedcup-Relegation

Anke Myrrhe

Berlin - Optimistisch waren die deutschen Damen nach Buenos Aires gereist. Obwohl die Tennis-Nationalmannschaft in der Relegation um den Verbleib in der Weltgruppe des Fedcups eine schwere Aufgabe gezogen hat. Gegen Argentinien startete Sabine Lisicki gestern allerdings mit einer Niederlage. Mit 2:6, 2:6 verlor die Berlinerin gegen die Nummer 47 der Welt, Gisela Dulka, und bereitete den deutschen Damen keine gute Ausgangsposition für das Abstiegsspiel. Um in der Weltgruppe der besten acht Nationen zu verbleiben, muss die Mannschaft um Teamchefin Barbara Rittner die Partie in Argentinien unbedingt gewinnen. Der Verlierer steigt in die Weltgruppe II ab.

Große Hoffnungen setzte Rittner dabei auf Sabine Lisicki. Die 18-Jährige überzeugte bei der Erstrunden-Niederlage gegen die USA im Februar, als sie als einzige Deutsche einen Punkt holte, indem sie die ehemalige Weltranglistenerste Lindsay Davenport besiegte. „Sie hat sich sehr professionell präsentiert“, sagte Barbara Rittner über das Spiel ihrer Nachwuchshoffnung. Gerade die Fitness habe Lisicki in den vergangenen Monaten extrem verbessert und auch mental einen großen Schritt nach vorne gemacht, sagte Ritter. Ein Grund, aus dem die deutsche Teamchefin Lisicki in Buenos Aires den Vortritt vor der in der Weltrangliste besser platzierten Angelique Kerber gab. Doch Lisicki gelang dieses Mal keine Überraschung, sie verlor ihr Spiel glatt.

Zurück im deutschen Team ist auch Martina Müller, die gestern das zweite Match gegen Jorgelina Cravero bestritt (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet). Nach ihrem Streit mitRittner vor zwei Jahren kehrt die Hannoveranerin als derzeit bestplatzierte Deutsche wieder ins Team zurück. „Es gibt keine Probleme“, sagte Rittner, Müller füge sich gut in die Mannschaft ein.

Die Siegchancen der Deutschen, die die Teamchefin vor dem ersten Spiel noch „fifty-fifty“ eingeschätzt hatte, sind aber durch Lisickis Niederlage nicht unbedingt gestiegen. Anke Myrrhe

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