Sport : Live aus dem Stadion

Die Bundesliga kommentiert

Marcel Reif

Tja, und wen sollen wir nun heute verabschieden aus dem Kampf um die Meisterschaft? Oder wen begrüßen, wieder begrüßen, den wir in der vorigen Woche verabschiedet hatten? Man mag das ja für spannend halten, was sich in dieser Saison in der Liga so abspielt. Bitte, wenn man das Chaos als vorherrschendes Prinzip für spannend erachtet. Ich fürchte aber, dass es der Liga nicht das beste Zeugnis ausstellt, wenn die Kandidaten für die Spitze Wankelmut zur Taktik erklären und im Wochenrhythmus mal hui, mal pfui spielen.

Schalke, der designierte Meister, fährt vollmundig nach München, holt sich dort eine Abreibung ab und quält sich dann gegen den Tabellenletzten aus Mönchengladbach. Meisterschaftsambitionen? Nicht zu erkennen. Werder Bremen, der Meister der Hinrunde. Wo die sich verlaufen haben und vor allem, warum überhaupt, ich habe keine Ahnung, ich verstehe es auch nicht. Ohne Sieg allerdings heute gegen Nürnberg, rennen sie noch tiefer in den Wald hinein. Bayern München, der Pflichtmeister. Aber die haben doch nun wirklich alles getan, damit sie dieses Jahr einmal nicht die Schale selber putzen müssen. So ganz auszuschließen ist es allerdings nicht, dass sie es am Ende doch wieder tun müssen. Ja, wenn niemand anders will.

Bleibt der VfB Stuttgart, der gestern den HSV in Angst und Schrecken versetzte. Das sind die, die noch am wenigsten mit Mühsal beladen sind, die spielen, wie sie Lust und Laune haben. Fast gönnt man es den Schwaben, weil sie keinen Plan vorgegeben hatten, den sie dann auch nicht, wie die anderen, ständig über den Haufen schmeißen können.

Aus dem Chaos erwächst die Ordnung noch. Ist ja gut, aber wann endlich?

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