• Liveblog zur Nominierung des EM-Kaders: Joachim Löw nominiert Brandt, Weigl, Sané und Kimmich

Liveblog zur Nominierung des EM-Kaders : Joachim Löw nominiert Brandt, Weigl, Sané und Kimmich

Der zu Scherzen aufgelegte Bundestrainer Joachim Löw nominiert in Berlin den vorläufigen EM-Kader mit 27 Spielern. Überraschend sind Joshua Kimmich, Julian Brandt, Leroy Sané und Julian Weigl dabei.

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Joachim Löw stellt den vorläufigen Kader vor.
Joachim Löw stellt den vorläufigen Kader vor.Foto: dpa

14:40 Uhr: Zusammenfassung: Als Fazit der Nominierung lässt sich also festhalten: Mit 27 Spielern, unter ihnen die Debütanten Joshua Kimmich (FC Bayern München), Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und Julian Weigl (Borussia Dortmund), geht Bundestrainer Joachim Löw in die Vorbereitung. Angeführt wird der vorläufige EM-Kader von insgesamt 14 Weltmeistern, darunter ist auch der angeschlagene Kapitän Bastian Schweinsteiger, hinter dessen EM-Teilnahme aber noch ein Fragezeichen steht.

Bis zum 31. Mai muss Löw dann das endgültige Aufgebot mit 20 Feldspielern und drei Torhütern melden. Vier Spieler werden also noch gestrichen. Auf der Torhüter-Position hat sich Löw indes festgelegt. Neben Weltmeister Manuel Neuer (Bayern München) wurden Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) und Bernd Leno (Bayer Leverkusen) berufen. Leno stand zwar schon bei den letzten Länderspielen im Aufgebot, hat aber noch kein Spiel für das A-Team absolviert.

14:15 Uhr: Die Enttäuschten: Kevin Volland von Hoffenheim gehört nicht zum Aufgebot, ebenso die Dortmunder Marcel Schmelzer, Matthias Ginter sowie Eric Durm.

14:07 Uhr: Ein Witz zum Abschluss: Joachim Löw beendet die Pressekonferenz mit eine witzigen Bemerkung. Auf die Frage eines Journalisten, wie denn seine Offensivreihe aussehen würde, antwortet er: "Aufstellung gegen unseren ersten EM-Gegner Ukraine verrate ich erst morgen." Gelächter in der Botschaft. Und damit ist die Kadernominierung vorbei.

14:05 Uhr: Löw beschreibt die Anrufe: Er habe die Freude der nominierten Spieler durch das Telefon gespürt - aber auch die Enttäuschung bei Spielern wie Ginter und Kramer, berichtet Löw. Dann findet er noch ein paar Worte zum erneut nominierten Podolski. "Lukas hat für die Mannschaft auch einen sportlichen Wert, auch wenn das viele nicht so wahrhaben wollen. Er kann der Mannschaft als Persönlichkeit auch viel bringen", sagt Löw.

14:00 Uhr: Löw erklärt sich: "Kimmich ist sehr variabel. Weigl ist sehr passsicher. Brandt ist technisch sehr gut und schnell", schildert der Bundestrainer. Auch zu Schweinsteiger äußert er sich: "Bastian ist Kapitän. Mal sehen, wann er einsteigen kann in das Training. Da müssen wir abwarten." Von den noch in der Nationalelf aktiven Spielern sind aus dem WM-Kader Matthias Ginter, Roman Weidenfeller, Ron-Robert Zieler, Kevin Großkreutz, Eric Durm und Christoph Kramer nicht dabei.

13:53 Uhr: In Mittelfeld und Sturm dabei: Karim Bellarabi, Julian Brandt, Julian Draxler, Mario Götze, Mario Gomez, Sami Khedira, Joshua Kimmich, Toni Kroos, Thomas Müller, Mesut Özil, Lukas Podolski, Marco Reus, Leroy Sané, Andre Schürrle, Bastian Schweinsteiger, Julian Weigl.

13:49 Uhr: In der Abwehr dabei: Jerome Boateng, Emre Can, Jonas Hector, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Shkodran Mustafi, Sebastian Rudy, Antonio Rüdiger.

13:45 Uhr: Im Tor dabei: Manuel Neuer, Bernd Leno, Marc-Andre ter Stegen. Kevin Trapp und Ron-Robert Zieler sind nicht dabei. "Mein höchster Respekt gilt den Spielern, die ich heute angerufen habe und ihnen absagen musste", sagt Löw.

13:43 Uhr: Intensive Gedanken: Löw erklärt den Auswahlvorgang: "Die Entscheidungen sind uns nicht leicht gefallen", sagt er. Was ist also wichtig für die Nominierung? "Die Persönlichkeit ist auch entscheidend. Es geht bei einem Turnier um mehr, als nur gut Fußball zu spielen. Das Kollektiv ist wichtiger als der einzelne Spieler." Mit 27 Spielern geht Löw ins Trainingslager. Es gebe keinen potenziellen Streichkandidaten, sagt er. Vier Spieler muss er vor der EM dann noch nach Hause schicken.

Bundestrainer Joachim Löw hat einiges ausgetüftelt
Bundestrainer Joachim Löw hat einiges ausgetüfteltFoto: dpa

13:40 Uhr: Jetzt kommt endlich Joachim Löw: Etwa 40 Minuten nach dem eigentlich angekündigten Start der Nominierung erscheint der Bundestrainer auf dem Podium der Botschaft. Jetzt kommt also der entscheidende Teil.

13:38 Uhr: Köpke und Bierhoff treten auf: Der DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke und der Teammanager Oliver Bierhoff dürfen jetzt noch ein bisschen über den letzten EM-Sieg Deutschlands 1996 erinnern. Die Spannung wird also weiter auf die Spitze getrieben.

13:33 Uhr: Noch ein Blick in die Zukunft: Grindel nutzt die Gelegenheit, um die Absicht zu bekräftigen, dass sich der DFB um die Austragung der EM 2024 bewerben will. "Das ist unser Ziel", sagt der DFB-Chef.

13:28 Uhr: Die Ziele für die EM: DFB-Präsident Grindel legt die Latte hoch: "Es wäre wunderbar, wenn wir unter die ersten vier Mannschaften kämen", sagt er. Botschafter Etienne hält dagegen: "Wir hoffen auf das Finale und können viele Erfolge erwarten."

13:22 Uhr: Einschätzung zur Sicherheit in Frankreich: "Wir haben alle Maßnahmen getroffen", betont Botschafter Philippe Étienne. "Wir haben volles Vertrauen in Frankreich", sagt DFB-Chef Grindel. "Und wir haben zusätzliche Maßnahmen für die Mannschaft entwickelt." Mit der Sicherheitssituation knapp einen Monat vor der EM in Frankreich haben wir uns auch ausführlich beschäftigt.

13:19 Uhr: Noch mehr Grußworte: Frankreichs Botschafter Philippe Étienne findet die deutsche Kader-Nominierung in seinem Haus grandios. "Fußball ist eine wunderschöne Verbindung zwischen den Völkern", sagt er. Neben ihm steht DFB-Präsident Reinhard Grindel auf dem Podium. Auch er hat große Worte parat. "Die Botschaft ist ein symbolischer Ort, der das gute Verhältnis zwischen beiden Verbänden zeigt."

13:10 Uhr: Einleitende Worte bei der Nominierungs-PK: DFB-Mediendirektor Ralf Köttker beginnt die Pressekonferenz in der Französischen Botschaft am Pariser Platz. Es sei heute Vormittag viel telefoniert worden, sagt er. Dann gibt es ein Promo-Filmchen über die Spielorte in Frankreich. Die Spannung wird also weiter gesteigert.

13:05 Uhr: Kimmich und Sané wohl dabei: Laut Sky gehört Schalkes Leroy Sané zum Aufgebot. Auch Joshua Kimmich soll laut "Bild"-Zeitung dabei sein.

12:58 Uhr: Wer ist sicher dabei? Wer Streichkandidat?: Unser Nationalelf-Experte Stefan Hermanns hat mal aufgelistet, wer sich aus seiner Sicht keine Sorgen um einen Kaderplatz bei der EM machen muss - und wer zittern muss.

SICHER DABEI: Manuel Neuer, Jerome Boateng, Mats Hummels, Antonio Rüdiger, Shkodran Mustafi, Jonas Hector, Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Sami Khedira, Mesut Özil, Thomas Müller, Marco Reus, Lukas Podolski, Mario Götze, Mario Gomez, André Schürrle.

WAHRSCHEINLICH DABEI: Marc-André ter Stegen, Ron-Robert Zieler, Benedikt Höwedes, Sebastian Rudy, Emre Can, Julian Draxler, Karim Bellarabi, Leroy Sané, Kevin Volland.

AUSSENSEITERCHANCEN: Bernd Leno, Kevin Trapp, Matthias Ginter, Jonathan Tah, Mitchell Weiser, Christoph Kramer, Julian Weigl, Mahmoud Dahoud, Joshua Kimmich, Julian Brandt, André Hahn, Mark Uth, Max Kruse.

12:32 Uhr: Wen zaubert Löw hervor? Wenn es um Nominierungen geht, ist Bundestrainer Joachim Löw immer für Überraschungen gut gewesen. Das war schon bei der Heim-Weltmeisterschaft vor zehn Jahren so, als Löw noch Assistent von Jürgen Klinsmann war. Das Duo erstaunt 2006 mit dem Flügelstürmer David Odonkor. Vor der EM 2008 in Österreich und der Schweiz streicht er Torwart Timo Hildebrand, bis dahin die Nummer zwei hinter Jens Lehmann. Hildebrand reagiert „geschockt und irritiert“. In Torwart René Adler und dem Gladbacher Zweitliga-Aufsteiger Marko Marin zaubert Löw dafür zwei Länderspiel-Neulinge aus dem Hut. Vor der WM 2010 in Südafrika holt Löw bei seiner vorläufigen 27-Mann-Liste die Neulinge Holger Badstuber und Dennis Aogo. Beide schaffen es auch in den 23-Mann-Kader für Südafrika.

Zwei Jahre später nominiert der Bundestrainer den Gladbacher Marc-André ter Stegen und Julian Draxler für die EM in Polen und der Ukraine. Beide schaffen es aber nicht ins endgültige Turnieraufgebot. Und vor der WM 2014 in Brasilien fehlen Torjäger Mario Gomez und Torwart René Adler im zunächst noch 30-köpfigen Aufgebot. Zu den gestrichenen Akteuren gehören auch Max Kruse, Sidney Sam, Sven Bender und Heiko Westermann. Die einstige Stammkraft Marcel Schmelzer fliegt nach dem Trainingslager raus, auch Kevin Volland und Shkodran Mustafi erwischt es. Der Abwehrspieler wird dann doch Weltmeister, weil sich Marco Reus im letzten Testspiel vor der Reise nach Brasilien verletzt und Löw dafür Mustafi mitnimmt.

Wer heute Chancen auf einen Platz im Kader besitzt, hat unser Nationalelf-Experte Stefan Hermanns analysiert.

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