• Liveticker Sport zum Terror in Paris: Deutschland gegen Holland ohne Kapitän Schweinsteiger
Update

Liveticker Sport zum Terror in Paris : Deutschland gegen Holland ohne Kapitän Schweinsteiger

Das Länderspiel Deutschland gegen Holland findet statt - allerdings ohne Kapitän Schweinsteiger. Frankreichs Fußballer werden am Dienstag im Wembley-Stadion besonders empfangen. Mehr im Live-Ticker.

Bastian Schweinsteiger bekommt gegen Holland eine Pause.
Bastian Schweinsteiger bekommt gegen Holland eine Pause.Foto: dpa

Frankreichs Nationalspieler Diarra trauert um seine bei den Anschlägen in Paris ermordete Cousine, DFB-Interimschef Rainer Koch möchte am Dienstag gegen die Niederlande spielen lassen, das Abschiedsspiel für Gerald Asamoah auf Schalke fand statt. Wie der Sport am Samstag unter den Eindrücken des Terrors von Paris stand, können Sie hier im Ticker nachlesen. Über alle weiteren Entwicklungen rund um die Anschläge von Paris informieren wir Sie in unserem aktuellen Newsblog.

22.32 Uhr: Wir verabschieden uns für heute und wünschen eine gute und vor allem ruhige Nacht.

18.37 Uhr: Attentäter wollten ins Stadion eindringen: Die Selbstmordattentäter von Paris wollten in das Stade de France eindringen, in dem das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich stattfand. Das sagte der französische Sport-Staatssekretär laut Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Das ist die erste offizielle Quelle, die das bestätigt. Mehr in unserem Newsblog zum Terror in Paris.

17.55 Uhr: Auch bei Augsburg gegen Eisbären Schweigeminute. Vor dem Beginn des Eishockey-Spiels zwischen den Augsburger Panthern und den Eisbären Berlin hat es ebenfalls eine Schweigeminute gegeben. Beide Teams standen an ihren jeweiligen blauen Linien, während auf der Videoleinwand in der Halle die französischen Nationalfarben und das Friedenssymbol eingeblendet wurden.

17.15 Uhr: Auch Formel 1 gedenkt der Anschläge von Paris. Ein speziell dekorierter Lastwagen fuhr Weltmeister Lewis Hamilton und seine Pilotenkollegen am Sonntag in São Paulo während der traditionellen Fahrerparade über den Kurs. Die französische Flagge mit schwarzer Schleife zierte die Flanken des Autos. Die Fahrer trugen während der Rundfahrt Trauerflor. Unmittelbar vor Rennbeginn gab es eine vom Automobil-Weltverband FIA lange geplante Schweigeminute im Gedenken Verletzter und Toter im Straßenverkehr. In der Startaufstellung hielten die Piloten Will Stevens, Nico Hülkenberg, Jenson Button und der Franzose Romain Grosjean eine französische Flagge vor sich und zeigten so nochmals die Anteilnahme der Formel 1 mit den Opfern von Paris. Zudem wurde im internationalen TV-Bild das Datum der Anschläge eingeblendet.

17.10 Uhr: Schweigeminute bei Alba gegen FC Bayern. Kollege Dominik Bardow ist beim Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga zwischen Alba und dem FC Bayern in der Arena am Ostbahnhof. Dort gab es vor dem Spiel eine Schweigeminute für die Opfer des Terrors in Paris.

16.45 Uhr: Schweinsteiger gegen Holland nicht dabei. Am Montag werden die deutschen Nationalspieler in der Sportschule in Barsinghausen zusammenkommen. Nicht im Kader wird allerdings Bastian Schweinsteiger stehen. Der Kapitän bekam wie Manuel Neuer und Lukas Podolski von Löw eine Pause. Jérome Boateng (Knie) und Jonas Hector (Oberschenkel) fehlen verletzt. Leroy Sané reist wie vereinbart zur U21. Löw hat somit noch 18 Akteure in seinem Kader. Der Bundestrainer hatte seine Spieler nach den aufreibenden Stunden in Paris am Samstag zur Erholung nach Hause geschickt.

16.40 Uhr: Englische Fans wollen Marseillaise mitsingen. Wenn Frankreich am Dienstag in London gegen England antritt, werden die Gäste-Spieler von den englischen Fans mit einer besonderen Geste empfangen. Die Zuschauer im Wembley-Stadion wollen englischen Medienberichten zufolge die französische Nationalhymne mitsingen.

16.25 Uhr: Pressekonferenz am Montag. Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff werden sich am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz um 13 Uhr zum anstehenden Länderspiel und den traurigen Begleitumständen äußern, erfuhr der Tagesspiegel aus DFB-Kreisen.

16.05 Uhr: Hollands Verband begrüßt DFB-Entscheidung. Der Niederländische Fußball-Verband hat die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes begrüßt, das Testspiel zwischen beiden Mannschaften am Dienstag in Hannover trotz der Terroranschläge von Paris stattfinden zu lassen. „Wir finden die Entscheidung gut und freuen uns auf das Spiel, auch wenn Freude angesichts der schrecklichen Ereignisse von Paris im Moment sicher der falsche Ausdruck ist“, sagte ein KNVB-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Der KNVB habe in ständigem und gutem Kontakt mit dem DFB gestanden. Es sei wichtig und richtig, sich dem Terror nicht zu beugen. Allerdings habe man den Deutschen auch die nötige Zeit einräumen wollen, um die Ereignisse vom Freitagabend zu verarbeiten und eine Entscheidung zu treffen, sagte der KNVB-Sprecher. „Wir bekommen es über die Medien mit, aber diese Jungs haben es in Wirklichkeit erlebt“, sagte der Schalker Klaas-Jan Huntelaar. „Fußball ist nun Nebensache“, meinte der Angreifer, der per WhatsApp mit seinem Schalker Vereinskollegen Leroy Sané Kontakt hielt. Die Niederländer werden nun am Montag von Cardiff aus nach Hannover fliegen. In Wales hatte das Oranje-Team am Freitag 3:2 gewonnen.

15.45 Uhr: Schweigeminute in der Bundesliga. Mit einer Schweigeminute wird der deutsche Profifußball am kommenden Wochenende der Opfer der Terroranschläge von Paris gedenken. Zudem werden die Spieler der Bundesliga und der 2. Liga Trauerflor tragen, wie die Deutsche Fußball Liga am Sonntag in Frankfurt/Main mitteilte.

15.30 Uhr: Rauball zu Länderspiel-Entscheidung: "Die Botschaft ist klar: Wir lassen uns nicht vom Terror einschüchtern. Dass die Mannschaft wenige Tage nach den schlimmen Erfahrungen beim Länderspiel in Paris wie geplant gegen die Niederlande aufläuft, ist ein gebotenes Zeichen. Der Respekt für diese Demonstration der Solidarität mit den Opfern und dem gesamten französischen Volk gebührt Bundestrainer Joachim Löw und jedem einzelnen Spieler", erklärte der DFB-Interimspräsident auf der Verbands-Website. Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff wird dort zudem wie folgt zitiert: "Wir wollen als Mannschaft ein Zeichen der Gemeinschaft setzen. Mit dem französischen Volk, mit den Angehörigen der Opfer. Das gesamte Team - Spieler, Trainer und Betreuer - ist immer noch stark betroffen. Dennoch wissen alle, dass es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen und sich als Nationalmannschaft für unsere Werte und Kultur einzusetzen. Unter diesen Gegebenheiten ist der sportliche Wert des Spiels gegen den Niederlande natürlich niedriger zu bewerten." Am Montag trifft sich die Nationalelf wieder, um sich gemeinsam auf das Spiel in Hannover vorzubereiten.

15.20 Uhr: Länderspiel findet statt - gesamtes Bundeskabinett dabei. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird am Dienstag in Hannover das geplante Testländerspiel gegen Holland bestreiten. Zuvor hatte die DFB-Führungsspitze mit der Sportlichen Leitung um Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag beraten. Nach den Terroranschlägen von Paris war über eine Absage des letzten Länderspiels im Jahr 2015 diskutiert worden. Vor der Entscheidung hatten sich die DFB-Interimspräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball schon für die Austragung der Partie ausgesprochen. Das Spiel gegen die Niederländer solle zu einem Zeichen gegen den Terror werden. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung will die gesamte Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel das Länderspiel in Hannover besuchen. „Gerade jetzt dürfen und werden wir nicht weichen!“, zitierte die „Bild“-Zeitung den SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

14.15 Uhr: Noch keine Entscheidung über Länderspiel. Kurzes Update: Es gibt noch keine Informationen vom Deutschen Fußball-Bund, ob die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag das Länderspiel gegen Holland bestreitet. Die DFB-Führung hatte sich bereits entsprechend positioniert, über eine endgültige Entscheidung sollte am Sonntag diskutiert werden.

13.00 Uhr: Zlatan Ibrahimovic in Gedanken in Paris. "Das ist traurig, das ist tragisch. Ich bin in Gedanken bei den Menschen, die ihr Leben verloren haben und bei deren Familien. Ich habe versucht, mich auf das Spiel zu konzentrieren, aber das war sehr schwer", sagte Zlatan Ibrahimovic nach dem 2:1-Sieg der schwedischen Nationalmannschaft am Samstag gegen Dänemark im Playoff-Hinspiel in der EM-Relegation. Ibrahimovic spielt für Paris St. Germain in Frankreichs Ligue 1. Mehr zu Ibrahimovic und den Playoff-Spielen lesen hier.

Im Sommer soll in Frankreich ein friedliches Fußballfest gefeiert werden. Eine EM-Absage sei keine Option.
Im Sommer soll in Frankreich ein friedliches Fußballfest gefeiert werden. Eine EM-Absage sei keine Option.Foto: AFP

11.50 Uhr: EM-Absage "keine Option". Cheforganisator Jacques Lambert hat eine Absage der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Sommer trotz der Anschlagsserie von Paris ausgeschlossen. „Wenn man die EM jetzt infrage stellt, würde man sich den Regeln der Terroristen beugen“, sagte Lambert französischen Medien. „Wir werden die notwendigen Entscheidungen treffen, damit die EURO 2016 mit den bestmöglichen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden wird“, versprach Lambert. Auch die Auslosung der Vorrundengruppen am 12. Dezember in Paris wurde von den Organisatoren bislang nicht infrage gestellt.

11.15 Uhr: Sportpsychologe Kirchner plädiert fürs Weiterspielen. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht sich der renommierte Sportpsychologe Steffen Kirchner für die Austragung der Länderspiele sowohl Frankreichs als auch Deutschlands am kommenden Dienstag aus. Und er glaubt, dass gerade den französischen Fußballern jetzt eine besondere Rolle zukommen kann.

11.00 Uhr: Schweinsteiger immer noch fassungslos. Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger ist nach den Terroranschlägen von Paris weiterhin tief bestürzt. „Ich bin immer noch fassungslos darüber, was am Freitag passiert ist. Ich möchte allen, die von dieser Tragödie betroffen sind, mein tiefstes Mitgefühl aussprechen“, erklärte der 114-malige Nationalspieler am Sonntag. Schweinsteiger drückte darüber hinaus auch sein Mitgefühl für die Opfer eines Doppelanschlags in der libanesischen Hauptstadt aus. „Zusätzlich möchte ich aller Opfer in Beirut gedenken, die bei den Anschlägen am Tag zuvor ums Leben gekommen sind“, erklärte der 31-Jährige via Twitter. „Egal, aus welchem Teil der Erde man kommt oder welcher Religion man angehört - wir sind vereint.“ Bei einem Doppelanschlag in Beirut hatte es in der vergangenen Woche über 40 Tote und mehr als 200 Verletzte gegeben.

10.30 Uhr: Länderspiel als Zeichen gegen den Terror. Die Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht im Länderspiel gegen die Niederlande eine Chance, nach den Anschlägen von Paris mit über 120 Toten ein Zeichen gegen den Terror zu setzen. Noch vor der finalen Entscheidung des Verbandes am Sonntag über die Austragung des für Dienstag angesetzten Testspiels in Hannover verdeutlichte DFB-Interimschef Rainer Koch die Bedeutung eines Auftritts des Weltmeisters. Die DFB-Elf hatte am Freitagabend im Stade de France in Paris gegen den Gastgeber der EM 2016 gespielt.

„Demokratie muss wehrhaft sein. Wir müssen dem Terror uns alle gemeinsam entgegenstellen. Und der Fußball hat in diesem Moment auch eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion“, erklärte Koch im ZDF-Sportstudio. Der 56-Jährige sagte, dass Verband und Team Solidarität mit den Franzosen betont hätten. Man habe „nous sommes unis, wir sind vereint“, erklärt. „Und das müssen wir am Dienstagabend auch demonstrieren“, sagte der vorläufige DFB-Chef. „Es darf natürlich kein Fußballspiel sein, wo La-Ola-Wellen im Vordergrund stehen. Wir müssen in angemessener Form auf die Ereignisse von gestern reagieren. Das ist dann kein Freundschaftsspiel wie jedes andere.“

Erste Voraussetzung für eine Austragung des Spiels müsse sein, dass die Behörden keine Sicherheitsbedenken hätten. Zusammen mit dem Publikum in Hannover solle die Nationalelf dann zeigen, dass man gemeinsam mit den Franzosen mitfühle, erklärte Koch: „Der Fußball muss sich jetzt zur Wehr setzen, wie sich die Gesellschaft im Ganzen zur Wehr setzen soll. Es darf nicht sein, dass der Terror siegt.“

09.00 Uhr: DOSB-Chef Hörmann: EM-Absage wäre Kapitulation. Alfons Hörmann hat sich mit deutlichen Worten gegen eine Absage der Fußball-EM im kommenden Jahr in Frankreich ausgesprochen. „Wenn man die EM jetzt absagen würde, dann käme dies einer Kapitulation vor den Verbrechern gleich. Das darf nicht passieren“, sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Nach einem „solchen Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ sei es notwendig, „kühlen Kopf zu bewahren und keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen“, sagte Hörmann und betonte: „Wer glaubt, so ein Anschlag könne an anderer Stelle nicht passieren, der irrt. Europa, die Welt muss zusammenstehen und den Kampf aufnehmen, so wie es Frankreichs Staatspräsident Hollande gesagt hat.“ Frankreich ist vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 mit neun Städten Gastgeber der Europameisterschaft mit erstmals 24 Mannschaften. Die UEFA äußerte sich „tief geschockt und traurig über die tragischen Ereignisse“ und ordnete für die anstehenden Länderspiele eine Schweigeminute und Trauerflor an. Für den 12. Dezember ist in Paris die Auslosung der EM-Vorrundengruppen terminiert.

(dpa)

18 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben