Lizenzverstöße : Punktabzug für 1860 München

Dem Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München werden wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung zwei Punkte abgezogen. Die Münchner fallen dadurch in der Tabelle vom sechsten auf den siebten Platz zurück.

"Das ist ein Schlag ins Gesicht", sagte 1860-Sportdirektor Miroslav Stevic die DFL-Entscheidung, den Münchnern zwei Punkte abzuziehen.
"Das ist ein Schlag ins Gesicht", sagte 1860-Sportdirektor Miroslav Stevic die DFL-Entscheidung, den Münchnern zwei Punkte...Foto: dpa

Im Lizenzierungsverfahren für die laufende Saison habe der Club unzureichende Informationen eingereicht, begründete die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main am Dienstag ihre Entscheidung. Der TSV 1860 hat die Vertragsstrafe akzeptiert. In der vergangenen Saison waren Arminia Bielefeld wegen eines ähnlichen Verstoßes vier Punkte abgezogen worden.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht“, kommentiere 1860-Sportdirektor Miroslav Stevic die DFL-Entscheidung im Online-Portal der Münchner Abendzeitung: „Es ist eine Handbremse, ein weiterer Stein, der uns aber nicht von unserem Weg abbringen wird“. Geschäftsführer Robert Niemann sprach von einem moderaten Strafmaß, „denn das Schlimmste wäre ein Lizenzentzug gewesen. Auch das ist bei der DFL thematisiert werden“.

Sportlich wirft der Abzug die Münchner zurück, nachdem sie mit fünf Spielen ohne Niederlage bis auf drei Punkte an den Aufstiegs-Relegationsplatz herangekommen waren.

Mit der Strafe für die Münchner reagierte die DFL bereits zum dritten Mal in jüngster Vergangenheit auf Verstöße gegen die Lizenzierungsordnung. Zum Saisonende 2009/2010 waren Arminia Bielefeld vier Punkte abgezogen worden. Der Klub hatte im Februar eine Finanzierungslücke von 2,5 Millionen Euro, die bis zum 5. März geforderte Nachbesserung erfolgte nicht. Zu dem Punktabzug gab es eine Geldstrafe in Höhe von 50 000 Euro.

Ein Jahr zuvor sorgte der TuS Koblenz für Negativschlagzeilen. Der Zweitligist wurde wegen „arglistiger Täuschung“ im Lizenzierungsverfahren mit dem Rekordabzug von acht Punkten und einer Geldbuße von 200 000 Euro bestraft. Der Klub hatte Verträge mit zwei serbischen Fußballprofis manipuliert. Koblenz erreichte in zweiter Instanz einen Abzug von nur sechs Punkten für die laufende Saison, startete in der folgenden Spielzeit aber mit einem Minus von drei Zählern. Verstöße gegen das Lizenzspielerstatut mussten auch der 1.
FC Kaiserslautern (2004) und Zweitligist SSV Reutlingen (2002) mit Punktabzügen bezahlen. (dpa)

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