Sport : Lob für Leipzig

Konzept überzeugt Sportausschuss / Ende für Steuertricks naht

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Berlin (hude). Im Sportausschuss des Bundestages haben die Koalitionsparteien gestern einen ersten Schritt gemacht, um die Zahlung von steuerfreien Nachtzuschlägen an Profisportler zu unterbinden. Einen entsprechenden Antrag formulierten die sportpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen, Dagmar Freitag (SPD) und Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen). Die Änderung soll im Rahmen des Steuerrechtsänderungsgesetzes erfolgen und bereits am Freitag im Bundestag beraten werden.

Zuvor hatte der Leipziger OlympiaBeauftragte, Burkhardt Jung, gemeinsam mit dem Rostocker Oberbürgermeister Arno Pöker das Konzept der Olympiabewerbung für das Jahr 2012 vorgestellt. Dabei konnten sie die Parlamentarier offenbar überzeugen. „Wir sind parteiübergreifend auf große Zustimmung gestoßen“, sagte Jung nach der Sitzung. Der Bund will die Bewerbung im nächsten Jahr mit 2,7 Millionen Mark unterstützen. Besonders in der Frage des Baus von Sportstätten und Hotels konnten Jung und Pöker gestern nachmittag letzte Zweifel bei den Sportpolitikern ausräumen. Grünen-Sprecher Hermann lobte die Bewerbung für ihre Nachhaltigkeit. Das Konzept sieht unter anderem vor, das Olympiastadion nach den Spielen auf 18 000 Plätze zurückzubauen und einen Teil der Hotelzimmer später als Wohnungen zu nutzen.

Eigentlich wollte Wolfgang Tiefensee gestern selbst im Sportausschuss für die Bewerbung seiner Stadt werben. Doch der Leipziger Oberbürgermeister war schon auf internationaler Ebene in Sachen 2012 unterwegs: Am Rande der Taekwondo-WM in Garmisch-Partenkirchen traf er Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees.

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