Sport : Löw holt Großkreutz und verzichtet auf weitere Experimente

Berlin - Die große Überraschung blieb aus, als Joachim Löw gestern den Kader für die beiden EM-Qualifikationsspiele berief. Für die Länderspiele am kommenden Freitag gegen die Türkei in Berlin und vier Tage später in Kasachstan bilden 17 WM-Spieler das Gerüst der deutschen Nationalmannschaft. Einzig der 22 Jahre alte Dortmunder Kevin Großkreutz könnte sein Pflichtspieldebüt geben.

„Es ist in unserer Situation nicht erforderlich, große Veränderungen vorzunehmen“, sagte der Bundestrainer: „Wir vertrauen auf die bewährten Kräfte, die bei der WM dabei waren und im September bei den Siegen in der EM-Qualifikation die Erwartungen erfüllt haben.“ Mit dabei sein wird der zuletzt verletzte Jerome Boateng. Im Aufgebot steht auch wieder Torwart René Adler als Alternative zu Manuel Neuer und Tim Wiese. Michael Ballack fehlt wie sein Leverkusener Mitspieler Stephan Kießling. „Die Türken stufen wir als stärksten Gegner in unserer Gruppe ein, und ihr neuer Trainer Guus Hiddink wird sicher eine optimal eingestellte Mannschaft auf den Platz schicken“, sagte Löw. Das letzte Duell mit der Türkei war das EM-Halbfinale 2008, das die deutsche Elf 3:2 gewann.

Der Dortmunder Kevin Großkreutz könnte nach seinem Debüt im Testspiel vor der WM in Südafrika gegen Malta sein erstes Pflichtspiel bestreiten. Andere Talente wie sein Teamkollege Mario Götze oder die Mainzer Lewis Holtby und André Schürrle müssen sich noch bis November gedulden. Das Testspiel in Schweden will Löw für personelle Experimente nutzen. miro/dpa

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