Sport : Lono Kollars

Sportfotograf, USA

Benedikt Voigt

Das Leben ist nicht einfach bei den Olympischen Spielen. „Ich bin verdammt müde“, sagt Lono Kollars aus Hawaii, „ich habe heute nur zwei Stunden geschlafen.“ Bis drei Uhr morgens hatte der Fotograf der US-Armee die Bilder von der spektakulären Eröffnung in seine Heimat gefunkt. Weil ihn danach kein Bus heimfuhr, musste er eine Stunde lang nach Hause gehen. Dabei schleppte er seine gesamte Fotoausrüstung durch die Nacht. „Das Zeug wiegt 35 Kilogramm“, sagt Kollars. Am nächsten Morgen stand er um sechs Uhr auf, um im Schießzentrum Markopoulou einige Schützen abzulichten. Erst als ihr Wettbewerb beendet war, konnte Kollars die Pause im Medien-Arbeitsraum zu einem Nickerchen nutzen. Er kennt den Stress bereits von früheren Olympischen Spielen. „In Barcelona war es ähnlich heiß“, sagt der 50-Jährige, „da habe ich in zwei Wochen zehn Kilogramm abgenommen.“ Was nicht so schlecht ist. „Ich muss sowieso abnehmen.“ Er fotografiert die amerikanischen Sportler, die in der US-Armee sind. Als er sich gerade wieder zur Ruhe legen will, kommt sein Reporter und drängt zum Aufbruch. Kollars sagt: „Hoffentlich kann ich heute Abend endlich schlafen.“

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