Sport : LTTC Rot-Weiß Berlin: Beitragserhöhungen erstmal kein Thema

fmb

Hans-Jürgen Jobski hebt zwar nicht die Stimme. Aber er wird trotzdem deutlich. "Es wird keine Beitragserhöhungen geben. Die sind nicht durchzusetzen, die wollen wir auch nicht", sagt das Vorstandsmitglied des Tennisclubs LTTC Rot-Weiß Berlin. Stattdessen soll auf andere Weise Geld in die leere Klubklasse fließen. Durch mehr Mitgliedsbeiträge zum Beispiel. Im nächsten Jahr feiert der Deutsche Tennis-Bund (DTB), auch in Berlin, 100. Geburtstag, und da, so lautet eine Idee des Vorstands, könne man ja neue Mitglieder locken, indem man denen die Aufnahmegebühr erlässt, immerhin jeweils 4500 Mark. 100 bis 200 Zusatzmitglieder könnten so zusammen kommen, hofft man bei Rot-Weiß.

Vorerst interessieren die bisherigen Mitglieder allerdings andere Zahlen. Am 25. September ist Mitgliederversammlung, und da muss der Vorstand wohl über die Höhe der Verbindlichkeiten Auskunft geben. Knapp sieben Millionen Mark betragen sie nach Informationen des Tagesspiegel. Und dort wird der Vorstand auch erzählen, wie es zu den verspäteten Überweisungen ans Finanzamt kommen konnte. Das ganze Problem, sagt Jobski, hätte im Übrigen nicht der zurückgetretene Klubchef Joerg Scholz aufgedeckt, sondern er, Jobski, und Schatzmeister Wofgang Wever. "Wir haben uns zuerst Herrn Wensky vorgeknöpft", sagt Jobski. Turnierdirektor Eberhard Wensky hatte die Hauptverantwortung für den Vorfall.

Um die Klub-Kasse zu füllen, engagierte sich auch Ehrenpräsident Wolfgang Hofer. Der bat beim diesjährigen Damen-Turnier German Open den Schatzmeister des DTB, Ulrich Kroeker, um 1,2 Millionen Mark aus der DTB-Kasse. Um diesen Betrag hatte Rot-Weiß die geplanten Kosten beim Stadionumbau überzogen. 20 Millionen Mark bezahlte der Senat, der Rest blieb am Klub hängen. "Ihr verdient genug an unserem Turnier", sagte Hofer, "da könnt ihr uns doch das Geld geben." Kroeker nahm den Wunsch zur Kenntnis. Entschieden ist noch nichts.

0 Kommentare

Neuester Kommentar