Sport : Luck gewinnt mit Glück und starkem Schlussspurt Bronze

Nur ein Österreichischer Doppelerfolg von Wolfgang Rottmann und Ludwig Gredler verhinderte den zweiten Sieg des Oberhofers Frank Luck bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Oslo. Der 32-Jährige wurde zwei Tage nach dem Gewinn des Titels im Verfolgungsrennen Dritter beim 20-km-Einzelrennen. Rottmann gewann am Holmenkollen bei Oslo überraschend den ersten WM-Titel für die Österreicher. Für den 26-Jährigen, der wie Luck beim letzten Schießen eine Scheibe verfehlte und dessen bestes Weltcup-Resultat der zweite Platz im Sprint vor zehn Tagen in Östersund war, war es die erste internationale Medaille.

Mit einer einer erneut überragenden Laufzeit kämpfte sich Luck auf der vier Kilometer langen Schlussrunde noch auf den Bronzerang nach vorn, nachdem er erst im zwanzigsten und letzten Schuss erstmals eine Scheibe verfehlt hatte. "Darüber bin ich nicht traurig, denn auch ohne den Fehler hätte ich nicht gewinnen können. Es wäre nur traurig gewesen, wenn ich dadurch den Sieg vergeben hätte. Das Gegenteil war aber der Fall: Ich hatte Glück, dass es nur ein Fehler wurde", sagte der Bundeswehr-Hauptfeldwebel.

Bereits bei der dritten Schießprüfung hatte Luck lange um jeden Treffer kämpfen müssen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit war das Zielgerät vereist. "Beim letzten Schießen habe ich nur noch Schatten gesehen. Es hätten leicht auch mehr Fehler werden können", analysierte der bisher erfolgreichste Einzelstarter der WM. In die Schlussrunde ging er mit acht Sekunden Rückstand auf den Franzosen Raphael Poiree. "Heute haben sich alle Betreuer an der Strecke buchstäblich die Stimme aus dem Hals gebrüllt. Da muss ich wohl am Abend etwas zum Ölen bereitstellen", kündigte Luck an. Zu Beginn des letzten Anstiegs, 900 Meter vor dem Ziel, lag Luck erstmals gleichauf mit dem Franzosen. "Da wusste ich, dass ich es noch schaffen kann."

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