Sport : Luizao ist Herthas einziger Verlierer

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So hatte sich Luizao, prominenter Zugang von Hertha BSC, den Trip in seine Heimat nicht vorgestellt. Erst wurde er wegen einer drohenden Vertragsauflösungsstrafe von 140 000 Euro mit einer Gerichtsvorladung für den 30. September konfrontiert, dann erlebte er mit dem Weltmeister Brasilien eine Pleite. Gegen Paraguay, beim Abschiedsspiel für Trainer Luiz Felipe Scolari, setzte es in Fortaleza eine 0:1-Niederlage, die erste seit 53 Jahren gegen diesen Kontrahenten. Luizao selbst konnte mit sich auch nicht zufrieden sein. Zwar wurde er schon nach 31 Minuten für den völlig enttäuschenden WM-Torschützenkönig Ronaldo eingewechselt, doch nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur bot er „eine enttäuschende Leistung“.

Luizao war damit der einzige Herthaner, der bei den internationalen Spielen am Dienstag/Mittwoch eine Niederlage einstecken musste. In den A-Länderspielen gab es allerdings auch nur einen Sieg. Kostas Konstantinidis, unter Trainer Huub Stevens bislang nur Reservist, gewann mit Griechenland 1:0 in Rumänien. „Ich glaube, ich habe nicht schlecht gespielt und werde am 7. September gegen Spanien auch wieder dabei sein“, sagte Konstantinidis, den Nationaltrainer Otto Rehhagel allerdings nur eine Halbzeit auf dem Rasen wirken ließ.

Sonst gab es für Berlins Erstligafußballer jeweils 1:1-Unentschieden. Mit diesem Ergebnis trennten sich Polen und Belgien in Stettin. Bei den Gastgebern war Herthas Zugang Bartosz Karwan dabei, bei den Belgiern Bart Goor als neuer Mannschaftskapitän. Mehr als die Polen freuten sich die Ungarn über das 1:1 gegen Spanien. Gabor Kiraly, oft leidgeprüfter Torhüter der Ungarn, wurde diesmal also nur einmal bezwungen; Ungarns Ausgleichstor erzielte im Übrigen der Cottbuser Vasile Miriuta. Das dritte 1:1 schließlich gab es in Zagreb, wo der Herthaner Josip Simunic mit Kroatien gegen Wales spielte.

Als Torschütze wurde auch ein HerthaSpieler gefeiert: Alexander Mladenow. Beim 4:0 der bulgarischen U-21-Auswahl auf Zypern schoss er zwei Tore. Nderim Nedzipi gewann mit Mazedoniens Nachwuchsteam 2:0 gegen Malta, Herthas dritter Torhüter Tomasz Kuszczak mit Polens Talenten 1:0 gegen Belgien. Thorben Marx schließlich, in Grosseto eingewechselt, kam mit Deutschlands Junioren zum 2:0 gegen Gastgeber Italien.

Das Erfreulichste für Stevens: Alle Spieler kehrten unverletzt zurück. –cc–

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