Sport : Luizao sieht ersten Sieg

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Von Klaus Rocca

Aue. Giovane Elber ist schon seit 1997 beim FC Bayern München, deshalb weiß er um die Gepflogenheiten in diesem Klub. „Als wir letztes Jahr im Ligapokal ausgeschieden sind, gab es gleich Theater“, erinnert sich der Brasilianer. Beim FC Bayern ist man immer ehrgeizig, selbst im sportlich umstrittenen Ligapokal. Hinzu kommt, dass Vizepräsident Karl-Heinz Rummigge sagt: „In diesem Jahr müssen wir angreifen.“ So gesehen ist es der Stimmung nicht zuträglich, dass Bayern gestern in Aue das Vorrundenspiel im Ligapokal gegen Hertha BSC mit 5:6 nach Elfmeterschießen verlor. Vor 13 400 Zuschauern, darunter Herthas neuer Stürmer Luizao, stand es nach regulärer Spielzeit 2:2 (1:1).

Titelverteidiger Hertha tritt am Dienstag in Jena gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund an. „Noch ein Spiel ist immer gut“, sagte Huub Stevens. Der neue Trainer musste in seinem ersten Spiel in einem offiziellen Wettbewerb auf die Verletzten Beinlich, Rehmer und van Burik verzichten. Doch dass Stammspieler keine Gewähr auf fehlerfreie Leistungen sind, bewies Torhüter Gabor Kiraly. Eine Flanke von Michael Tarnat klatschte er mit einer Hand vor die Füße des Bayern-Stürmers Giovane Elber. Der Brasilianer schoß die Münchner in Führung. Herthas Manager Dieter Hoeneß drohte: „Solche Dinger kann er sich in Zukunft nicht mehr erlauben, sonst gibt es Ärger.“

Nach einer schwachen halben Stunde dominierte Hertha. Marcelinho, Herthas Bester, glich kurz vor der Pause aus. In der zweiten Halbzeit lief der eingewechselte Andreas Neuendorf erstmals in einem Trikot mit seinem Spitzn „Zecke“ auf. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff brachte Preetz die Berliner in Führung, doch im Gegenzug konnte Kiraly erneut einen Schuss nicht festhalten. Elber traf zum 2:2. Doch im Elfmeterschießen machte Kiraly seine Fehler wieder gut und hielt die Elfmeter von Elber und Tarnat. Roberto Pintos Schuss brachte Hertha schließlich ins Halbfinale.

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