Sport : Lust auf Stress

Tischtennis-Bundesligist 3B Berlin will in dieser Saison ins Finale

Jörg Petrasch

Berlin. Rainer Lotsch ist ein wenig ärgerlich. „Die meisten unserer Konkurrenten trauen uns nicht zu, dass wir um die Meisterschaft mitspielen“, sagt der Manager des Tischtennis-Bundesligateams 3B Berlin. Dabei ist seine Zielsetzung für die neue Saison eindeutig. Das Finale, das die Damen bereits vor zwei Jahren erreicht hatten, soll in dieser Saison erneut mit Berliner Beteiligung stattfinden. Nur diesmal mit positivem Ausgang. „Dieses Ziel haben auch die Mädchen formuliert“, sagt Lotsch zuversichtlich.

Daher erwartet der Manager gegen den Aufsteiger TuS Holsterhausen beim heutigen ersten Heimspiel der neuen Runde (11 Uhr, Anton–Saefkow-Halle) auch einen Pflichtsieg. Obwohl der Saisonauftakt am vergangenen Wochenende gegen den zweiten Neuling Homberger TS mit einem knappen 6:4–Sieg beinahe schief gegangen wäre.

Das Selbstbewusstsein von Manager und Spielerinnen gründet sich aber vor allem auf die beiden Neueinkäufe Tanja Hain-Hofmann vom TV Busenbach und Christina Fischer vom Absteiger TTC Röthenbach. Die aktuelle Nationalspielerin Hain-Hofmann, die im letzten Jahr mit der Mannschaft Vizeeuropameister wurde, ist mit ihren 23 Jahren noch entwicklungsfähig, allerdings „muss sie sich noch in die Mannschaft integrieren“, sagt Rainer Lotsch. Dieses Problem hat Christina Fischer nicht. Die 29-Jährige ehemalige deutsche Einzelmeisterin spielte in der vorletzten Saison bereits für Berlin und gilt als ausgemachte Mannschaftsspielerin.

Da der Verein keine Abgänge zu verzeichnen hat, kann das Trainergespann Zsuzsa Olah-Vamossy und Irina Palina auf sechs fast gleichwertige Spielerinnen für vier Positionen zurückgreifen. „Das macht uns schlecht ausrechenbar“, sagt der Manager. Und genau das ist die Stärke des Teams, das die Litauerin Ruta Budiene vor Tanja Hain-Hofmann sowie der Chinesin Ran Li und Christina Fischer anführt. Auf Position fünf ist die Russin Irina Palina als Spielertrainerin aufgestellt. Während Veronika Pavlovitch, im letzten Jahr Nummer zwei, nun auf Position sechs steht. Konkurrenzkampf ist also angesagt, da hat Lotsch nichts dagegen: „Ein bisschen Stress darf schon sein.“

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