Maccabi Netanya : Matthäus kritisiert seinen Verein

Lothar Matthäus ist noch nicht lange Trainer bei Maccabi Netanya, schon beklagt er sich über mangelnde Professionalität beim israelischen Fußballklub. Kommunikationsprobleme sieht der Rekordnationalspieler nicht. Immerhin sei sein Englisch besser als das Deutsch von Giovanni Trapattoni.

Lothar Matthäus
Lothar Matthäus (M.) zeigt seinen Spielern die hohe Kunst des Fußballs. -Foto: dpa

HamburgDer frühere Nationalspieler Lothar Matthäus hat sich über mangelnde Professionalität bei seinem Verein Maccabi Netanya beklagt. "Wenn ich vor dem Spiel etwas in der Kabine sage, steht es fünf Minuten nach Spielende im Internet - das habe ich noch nie erlebt", sagte Matthäus in einem Interview mit der Tageszeitung "Frankfurter Rundschau".

Stadion ist zu alt

Matthäus, der seit Juni 2008 den israelischen Erstligisten trainiert, habe trotz höherer Erwartungen an die Qualität des israelischen Fußballs "Spaß" an seiner Arbeit. Großen Nachholbedarf sieht der 47 Jahre alte Rekordnationalspieler in Sachen Infrastruktur. "Wir trainieren in einem Stadion, das Geschichte geschrieben hat, und diese Geschichte sieht man ihm an", sagte Matthäus. Man bemühe sich zwar um Lösungen, aber die seien kurzfristig nicht in Sicht.

Zudem erstaunt Matthäus, dass die Spieler die Umstellung auf zwei Trainingseinheiten pro Tag als hart empfunden haben. Zu eventuellen Kommunikationsproblemen im Training sagte Matthäus: "Ich habe keine Hemmungen, auch dramatische Fehler in meinem Englisch zu machen, aber insgesamt ist es viel besser, als das Deutsch von Trapattoni".

Gemeinsam mit Trapattoni bei Salzburg

Gemeinsam mit dem italienischen Erfolgstrainer Giovanni Trapattoni hat Matthäus vom Mai 2006 bis Juni 2007 den FC Red Bull Salzburg trainiert. Nach teilweise in der Öffentlichkeit ausgetragenen Kompetenzstreitigkeiten beschloss der Klubvorstand die Trennung von Matthäus. Zuvor war Matthäus Cheftrainer beim brasilianischen Verein Atlético Paranaense (2006), trainierte die ungarische, Nationalmannschaft (2004-2005), Partizan Belgrad (2002-2003) und den SK Rapid Wien (2001-2002). (mbo/dpa)

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