Madrid - Füchse 32:27 : Füchse verpassen Überraschung in Madrid

Die Füchse Berlin haben ihr Champions-League-Spiel beim großen Favoriten Atletico Madrid mit 27:32 (12:13) verloren, haben aber gute Chancen, das Achtelfinale zu erreichen. Ein Sieg am Samstag gegen Schlusslicht Silkeborg ist dafür die Voraussetzung.

Christian Wiegels
Iker Romero war der erfolgreichste Werfer bei den Füchsen. Der Spanier erzielte gegen seinen Ex-Klub sechs Tore.
Iker Romero war der erfolgreichste Werfer bei den Füchsen. Der Spanier erzielte gegen seinen Ex-Klub sechs Tore.Foto: dpa

Es sollte für die Füchse ein schöner Ausflug werden. Nach Madrid, der spanischen Metropole und Heimat von Atletico. „Für uns ist das Spiel bei einer so großen Mannschaft ein herausragendes Erlebnis, das wir genießen wollen“, hatte Trainer Dagur Sigurdsson vor dem Anpfiff gesagt. Schließlich sind die Füchse noch neu im internationalen Handballgeschäft. Nun, die vielversprechende Reise endete mit einer Niederlage: 27:32 (12:13) unterlagen die Berliner in der Champions League und erlitten damit im neunten von zehn Gruppenspielen die vierte Niederlage. Der spanischen Spitzenklub kann damit nicht mehr von Gruppenplatz eins verdrängt werden.
Die Niederlage schmerzt die Füchse allerdings weniger als man denken könnte und hatte auch ihr Gutes: Die Berliner wissen nun, dass sie viel mehr als bisher in ihr Personal investieren müssen, um auch international ernsthaft mithalten zu können. Der Mannschaft fehlt es an Alternativen für die Stammsechs, und wenn ein Routinier wie Alexander Petersson (Schulterprobleme) auf der halbrechten Position fehlt und sein Ersatzmann Mark Bult einen schlechten Tag erwischt, dann werden Grenzen deutlich im Vergleich mit einer Spitzenmannschaft.
Da auch auf dem rechten Flügel Markus Richwien nicht überzeugend gespielt hatte, musste der Füchse-Trainer feststellen, „dass wir nie unseren Rhythmus gefunden haben. Es gab einige Dinge, die haben mir gefallen, doch unsere Linie habe ich vermisst.“ Das betrifft vor allem die letzten 20 Minuten, in denen die Füchse so gut wie keine Chance hatten. Bis dahin spielten sie wenigstens noch passabel mit, in der 38. Minute stand es 17:17. Allerdings hatte Atletico bis dahin nicht mit vollem Engagement gespielt.
Am Samstag wollen es die Füchse im letzten Gruppenspiel gegen den dänischen Erstligisten Bjerringsbro-Silkeborg besser machen. Mit einem Sieg können die Berliner trotz der Niederlage in Madrid doch noch das Achtelfinale erreichen.

1 Kommentar

Neuester Kommentar