Sport : Magdeburg verpasst Aufstieg in Zweite Liga, Osnabrück feiert

Matthias Koch

Magdeburg - Die Spieler des Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg ließen sich gestern um 15.50 Uhr enttäuscht auf den Boden fallen. Das 1:1 gegen den Tabellenführer FC St. Pauli hatte nicht zum erhofften Aufstieg in die Zweite Bundesliga gereicht. Neben St. Pauli darf nun statt Magdeburg der VfL Osnabrück feiern. „Es ist eine ärgerliche Sache, dass eine gute Saison so endet“, sagte der Magdeburger Trainer Dirk Heyne. „Hätten wir heute den Klassenerhalt gefeiert, wäre die Stimmung wohl nicht zu toppen gewesen.“

Nun jedoch weinten viele der 25 300 Fans im ausverkauften Magdeburger Stadion, weil die Nachfahren des einzigen Europacupsiegers der DDR den Durchmarsch von der Oberliga in die Zweite Bundesliga knapp verpassten. „Osnabrück schafft zwei Minuten vor Schluss das 2:1. Bei uns schießt Frank Gerstner in der 90. Minute am Tor vorbei“, sagte Magdeburgs Manager Bernd Hofmann mit Tränen in den Augen.

Die Gastgeber hätten mit einem Sieg den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen können. Das Wissen darum ließ die nervösen Angreifer Aleksandar Kotuljac und Sven Kubis viele Chancen vergeben. St. Pauli hielt zudem voll dagegen. Der Hamburger Ahmet Kuru erzielte nach einer Stunde sogar die 1:0-Führung. Der Magdeburger Schockzustand endete erst, als Björn Lindemann in der 71. Minute der umjubelte Ausgleich gelang. Das reichte jedoch nicht mehr zum herbeigesehnten erstmaligen Aufstieg in die Zweite Liga.

„Wir müssen das erst einmal verarbeiten. Wir haben jedoch für einen Aufsteiger einen ordentlichen dritten Platz erreicht“, sagte Alexander Kotuljac. „Jetzt muss man im nächsten Jahr eben die Qualifikation für die neue dritte Liga schaffen.“ Kotuljac wird dann nicht mehr dabei sein. Sein kürzlich unterzeichneter Vertrag gilt nur für die Zweite Liga. „Die neue Spielzeit wird sicher sehr schwierig“, sagte Präsident Volker Rehboldt. „Aber so, wie sich die Mannschaft in den letzten Monaten präsentiert hat, müsste sie den Sprung in die eingleisige Regionalliga schaffen.“ Matthias Koch

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