MAIL AN DIE LIGA : MAIL AN DIE LIGA

von:

helmut schuemann

an: bundesliga

Betreff: schiller

lb. liga, immer mal wieder verblüffst du. diesmal durch frank rost, du weißt schon, den torwart beim hsv. der stellte am samstag die gegenfrage. die frage des field-reporters, so sagt man wohl heute bei dir, zielte auf die befindlichkeit des hsv. die gegenfrage: „kennen sie den zauberlehrling?“ der field-reporter sagte: „mhm, äh, jau“ und das klang, als wollte er sagen, „aber nicht persönlich.“ rost sagte: „so geht es bei uns zu“ und verschwand. wow, liga, alle 8ung, liga, goethe erklärt den hsv, obwohl er vom fußball nichts verstand und immer nur auf eis lief hinter dem frankfurter bahnhof. goethe und rost haben recht. erst war der hsv überheblich, dann übermütig, und nun ist land unter. und kein meister in sicht, der den schaden behebt. was hilft?

möglicherweise ja dieser kollege goethes, dieser schiller, stürmer und dränger wie der junge goethe, aber später auch ein klassischer denker und lenker: „von der stirne heiß, rinnen muss der schweiß.“ dem hsv auf jeden fall hat die glocke längst geschlagen. oder so ähnlich. der torwart frank rost hat übrigens einen spitznamen. freunde und kollegen rufen ihn „fäustel“. so ein nomen ist omen. kein wunder, dass fäustel faust, äh, goethe zitiert. und, anders als der frühere rezitator rehhagel, auch richtig. schwer beeindruckt, liebe liga, von deiner neuen literarischen qualität, und natürlich von den borussen, die du aber bitte, nie, nie wieder junge wilde nennst. danke, dein Helmut Schümann

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