Mainz entlässt Andersen : Blödheit siegt

Warum nur entlässt der FSV Mainz 05 seinen Coach schon vor Saisonbeginn? Friedhard Teuffel erklärt Entscheidungen.

Friedhard Teuffel

Eine Frage nach Mainz: Wie kann man eigentlich so blöd sein? Diese Frage ist etwa ein Jahr alt und sie ging an den Vorstand des FSV Mainz 05. Der hatte gerade Jörn Andersen als Trainer verpflichtet, als Nachfolger des Mainzer Herzenwärmers Jürgen Klopp. Andersens Empfehlung war – ein grandioser Abstieg mit Kickers Offenbach in die Dritte Liga. Die Mainzer schienen ihn besser zu kennen. Der Norweger führte sie zurück in die Bundesliga und als kleines Zuckerl noch ins Halbfinale des DFB-Pokals.

Eine neue Frage nach Mainz: Wie kann man eigentlich so blöd sein? Denn Erfolgstrainer Andersen ist seit Montag Ex-Trainer Andersen. Schon vor dem ersten Bundesligaspiel haben ihn die Mainzer rausgeworfen und dafür Thomas Tuchel zum Chef befördert. Tuchels Empfehlung ist – seine Arbeit mit der U-19-Mannschaft des Klubs. Warum gerade ihn auf der Karriereleiter mehrere Stufen überspringen lassen? Doch wieder scheinen sich die Mainzer einiges dabei gedacht zu haben. Tuchel hat die U 19 zur deutschen Meisterschaft geführt. Da ist eine Beförderung angemessen. Zumal er ihre Vorstellung von Teamarbeit angeblich besser umsetzt als sein Vorgänger. Mit dieser Vorstellung haben sie jedenfalls aus ihren überschaubaren Möglichkeiten mehr gemacht als mancher Klub mit mehr Geld und Tradition. Mainz, wie es siegt und manchmal wissend lächelt.

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