Mainz - Frankfurt 3:0 : Frankfurt taumelt in Richtung Zweite Liga

Eine Tracht Prügel: Frankfurt geht in Mainz mit 3:0 unter und steht nun auf dem Relegationsplatz zur Zweiten Liga. Die Mainzer hingegen können weiter von Europa träumen.

Trost vom Sieger: Mainz' Lewis Holtby versucht Frankfurts Benjamin Köhler aufzurichten.
Trost vom Sieger: Mainz' Lewis Holtby versucht Frankfurts Benjamin Köhler aufzurichten.Foto: dpa

Mainz - Der erste Derbysieg des FSV Mainz 05 gegen den Nachbarn Eintracht Frankfurt hat die Fußball-Verhältnisse im Rhein-Main-Gebiet endgültig auf den Kopf gestellt. Die Frankfurter befinden sich in der tiefsten Krise seit dem Wiederaufstieg 2005. „Die Ergebnisse der Konkurrenz sind natürlich dramatisch für uns“, sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach dem 0:3 (0:3). Seine Mannschaft war im ersten Durchgang regelrecht vorgeführt worden.

Die Frankfurter, die unter Christoph Daum nach wie vor auf den ersten Sieg warten, rutschten auf den Relegationsplatz ab und haben nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Borussia Mönchengladbach.

„Die Leistung meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit war eine große Überraschung für mich“, sagte der ratlos wirkende Daum, „wer jetzt nicht kapiert hat, um was es geht, dem ist nicht zu helfen.“

Bei den im ersten Durchgang wie entfesselt spielenden Mainzern herrschte dagegen Glückseligkeit. Zwei Spieltage vor Schluss haben die Mainzer fünf Punkte Vorsprung auf den 1. FC Nürnberg. „Wir sind noch nicht durch“, warnte FSV-Coach Thomas Tuchel. Doch auch der Mainzer Trainer hatte die Darbietung seiner jungen Mannschaft in der ersten Hälfte genossen. „Heute bin ich einfach einmal stolz auf die Jungs“, sagte Tuchel.

Andreas Ivanschitz und der zweifache Torschütze Elkin Soto erzielten vor 20 300 Zuschauern im Bruchwegstadion die Treffer für Mainz, das im achten Duell erstmals in der Bundesliga gegen den ehemals großen Nachbarn gewann. Rund 150 Frankfurter Anhänger verkrafteten das offenbar nicht und randalierten im Anschluss vor dem Stadion. dpa

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