Mainz - Freiburg 0:0 : Überraschend torlos

Die zwei Überraschungsteams Mainz 05 und SC Freiburg trennen sich zum Auftakt der Rückrunde 0:0. Dabei neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken, ehe der eingewechselte Mainzer Shawn Parker kurz vor Spielende für den Aufreger der Begegnung sorgte.

Kampf um einen Ball im Aus: Marco Caligiuri (l.) und Johannes Flum (r.) im Zweikampf.
Kampf um einen Ball im Aus: Marco Caligiuri (l.) und Johannes Flum (r.) im Zweikampf.Foto: dpa

Der FSV Mainz 05 und der SC Freiburg haben zum Rückrunden-Auftakt der Fußball-Bundesliga den Sprung auf Platz fünf verpasst. Das 0:0 zwischen den punktgleichen Überraschungsteams konnte die 27.519 Zuschauern am Samstag nur phasenweise erwärmen. Torchancen blieben bei ähnlicher Spielanlage Mangelware. Stimmung kam erst in den letzten Minuten auf: Der eingewechselte Mainzer Shawn Parker musste nach zwei Fouls innerhalb kurzer Zeit in der 89. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.

Auf beiden Seiten fehlten wichtige Stammkräfte wie Elkin Soto (verletzt) und Jan Kirchhoff (gesperrt) bei den 05ern sowie Jan Rosenthal (gesperrt) und Cedric Makiadi (Afrika-Cup) bei den Breisgauern. Dem Engagement tat dies keinen Abbruch. In der Spielewiese ähnlich angelegt, lieferten sich die Tabellennachbarn einen offenen Schlagabtausch. Früh wurde versucht, das gegnerische Aufbauspiel zu unterbinden. Das verlangte bei den eisigen Temperaturen hohe Laufbereitschaft von den Akteuren.

Nur selten ergaben sich beim Abnutzungsduell auf überschaubarem Niveau ordentliche Torchancen. Die erste erspielten sich die Freiburger. Karim Guédé zog aus 16 Metern ab, traf aber nur das Außennetz (4.). Auf der Gegenseite fand der agile Nicolai Müller nach Vorarbeit von Zdenek Pospech in SC-Schlussmann Oliver Baumann seinen Meister (7.). Die beste Chance zur Mainzer Führung vergab Kapitän Nikolce Noveski. In seinem 200. Bundesligaspiel brachte er aus sieben Metern nicht den Ball an Baumann vorbei.

Den Mainzern gelang es auch nach der Pause nicht, sich in der Freiburger Hälfte festzusetzen. Gute Ansätze wurden mit leichten Fehlern vertan. Die Gäste trauten sich öfter nach vorn, durchschlagenden Erfolg aber hatten auch sie nicht. Ein Treffer von Pavel Krmas wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (54.). Auf der Gegenseite war Müller der Führung nahe. Er eilte allein auf Baumann zu, konnte ihn aber nicht überwinden (66.).

Nach 71 Minuten forderten die Mainzer vehement einen Strafstoß, als Andreas Ivanschitz im Strafraum zu Fall kam. Immerhin wurden die Bemühungen verstärkt, doch noch den Siegtreffer zu erzielen. Pospech allerdings zielte in guter Position zu ungenau, übersah zudem den noch besser postierten Adam Szalai (77.). Fünf Minuten später scheiterte der ehemalige tschechische Nationalspieler frei vor Baumann. Nach einem harten Einsteigen gegen Torhüter Baumann schickte Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) den schon verwarnten Parker vorzeitig zum Duschen.

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